Atommüll: Transporte übers Meer tickende Zeitbomben


flickr.com/ Rainer Klute/ (CC BY 2.0)

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Hamburgs rot-grüne Regierung glänzt durch Ignoranz

Seit bald vier Jahrzehnten gibt es gerade hier in Deutschland eine gut durchdacht gewachsene Protestbewegung, was die AKWs anbelangt, hat eine Partei besonders davon profitiert, nachdem die SPD die Beweggründe besorgter Bürger mißachtete, von der anderen Volkspartei, der CDU, mal ganz zu schweigen, nämlich die Grünen.

Inzwischen scheinen jene ihren ursprünglichen Wählerauftrag des öfteren zu vernachlässigen, wie sonst darf man das Verhalten Hamburgs rot-grüner Regierung werten, die durch Ignoranz glänzt. Weder Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz noch die Grünen selbst haben bisherig ihr Koalitionsversprechen eingehalten, sich zu bemühen, daß relevante Unternehmen im Wege der Selbstbeschränkung den Umschlag und seeseitigen Transport radioaktiver Stoffe aus Zwecken oder für Zwecke als Kernbrennstoff im und durch den Hamburger Hafen verzichten. Jene Atommülltransporte übers Meer bleiben somit tickende Zeitbomben.

Transporte auf See alles andere als sicher

Was schon auf Schienen, auf der Straße ein großes Risiko darstellt, wenn es um Atommülltransporte geht, gilt leider ebenso für Transporte auf See. Nur hierbei sieht man sie kaum, bemerkt die Bevölkerung nicht die lauernden Gefahren. So wurde der Irrweg vor fünf Jahren eines vollkommen durchgerosteten Containers, der über den Atlantik befördert, danach per Sattelzug quer durch Hamburg rollte, schließlich nach der Fahrt auf der A1 erst in Bremen von der Polizei gestoppt, so daß er nicht bei seinem Endziel, der Uranreicherungsanlage Gronau, eintraf. Die Gefahr nahm man somit billigend in Kauf.

Mehr Transporte radioaktiver Stoffe über Deutschlands Häfen weiterhin wir wohl hinnehmen müssen? Es schaut ganz danach aus, zumal die Politik selbst nach wie vor uneinsichtig sich verhält. Ob die Bremer CDU gegen eine Verbotsklausel klagt, Atommülltransporte per Bremisches Hafenbetriebsgesetz zu untersagen, gar die EU bemüht wird, sich das Recht zu einer solchen Handhabung zu erstreiten, oder Rostock nicht davor zurückschrak, bei ganz gewöhnlichen Passagierfähren vor zwei Jahren 334 Brennelemente zu tranportieren, gar für 68 Tonnen Uran es keinerlei Genehmigung gab. Was interessiert dies skrupellose Firmen und eine stillhaltende Politik, der Bürger wird es schon nicht merken!

Ein breites Bündnis des Widerstandes – wer stoppt den Wahnsinn?

Trotz Tschernobyl, Fukushima, einem halbherzigen Atomausstieg befinden wir uns in latenter Gefahr, weil radioaktiver Müll anfällt, bestimmte Transporte vonnöten sind, immer noch kein Endlager in Sichtweite, Gorleben noch nicht vom Tisch ist, wie man hier nachlesen kann beim Interview mit dem Endlager-Experten Michael Mehnert zur sogenannten Atommüll-Kommission, die alles andere als glaubwürdig.

Das hohle rot-grüne Versprechen verbleibt, läßt sorgenvoll gen Hamburger Hafen blicken. Natürlich besteht Handlungsbedarf in Sachen Widerstand und Proteste, so daß auch im nächsten Jahr Robin Wood zusammen mit anderen Anti-Atom-Initiativen nicht locker lassen werden, die verantwortliche Politik daran zu erinnern, ihren Wählerauftrag und die Regierungsverantwortung ernst zu nehmen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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1 Response to Atommüll: Transporte übers Meer tickende Zeitbomben

  1. Avatar von Habnix Habnix sagt:

    Global gesehen, ist jede Regierung in der Welt ein Resultat(Ergebnis) durch Kriminelle und jede Regierung durchdrungen von Kriminalität im Auftrag der Konzerne.

    Der beste Beweis, dass Regierungen in aller Welt kriminell sind, ist der Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki 1945

    The best proof the governments are criminal all over the world, is the dropping of atom bombs on Hiroshima and Nagasaki 1945.

    Wo wir auch immer die Infrastruktur gebrauchen müssen oder glauben, sie gebrauchen zu müssen, sind wir in Ohnmacht der Macht der Politiker und ihrer Drahtzieher ausgeliefert. Die Infrastruktur, die heute bis ins Private durch Überwachung von smarten Geräten hinein reicht, ist die Macht, die alles durchdringt

    Die beste Demo gegen Kernkraft, ist, wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bachlauf, wenn möglich selbst macht. Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich das Nötige zum Leben selbst macht.

    Wir müssen also schleunigst unter allen Umständen weg von der Atomenergie (Kernkraft). Das heißt, wir dürfen keine elektrisch betriebene Züge oder Geräte benutzen, die Kernkraft dafür gebrauchen und wir müssen so hart es auch sein mag, unseren Strom mit Solar oder Wind oder in Kombination dezentral so gut es geht bei uns Zuhause produzieren. Natürlich ohne die Umwelt zu belasten.

    Damit tragen wir zumindest unseren Teil dazu bei, das kein neuer Müll produziert wird. Das schafft natürlich nicht den vorhandenen Müll aus der Welt.

    Es kommt mir vor wie in Herr der Ringe, dass wir von diesem einem Ring nicht mehr loskommen werden. Wie entledigen sich eigentlich China, Japan oder die USA von ihrem radioaktiven Müll?

    In die tiefste Stelle des Stillen Ozeans und es der Plattentektonik überlassen, den Müll zu verbuddeln?

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