Zerbrechliches Verständnis

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Alles Fließende zerbrach
an einer Ermahnung,
als das letzte Abendlicht
noch flirrend silber-orange
an dem Küchenfenster klebte.

Versinkende Helligkeit
verfing sich in den Gesichtern,
die sich erst fremdelten,
dann nicht mehr erkannten,
Angst skizzierte ihre Mimik.

Dem am Nachthimmel wandernden
Mond verblieben vage Erinnerungen
an das Leben hinter dem Fenster,
Vorhänge verwehrten ihm den Blick,
eine mahnende Grenze zur Einsicht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vier Jahre Russlands völkerrechtswidriger Krieg gegen die Ukraine

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Europas Versagen schreit gen Himmel

Während Europa sich brüstet, auf eine jahrzehntelange Friedenszeit zurückzublicken, wagte es Wladimir Putin nach nahezu zehnjähriger Terrorherrschaft im Donbass und der Krim, am 24. Februar 2022 einzumarschieren. Dieser völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine jährt sich heute zum vierten Mal. Während unser zehnter Bundeskanzler Friedrich Merz behauptete, der vierjährige Krieg in der Ukraine dauere inzwischen länger als der II. Weltkrieg, zögerte sein Vorgänger erschreckend lang, bis Hilfe für die Ukraine zugesagt wurde. Bis heute viel zu wenig, ein fataler historischer Fehler, dessen Folgen bis heute nicht absehbar sein mögen.

Ein Vierteljahr nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, resümierten wir berechtige Bedenken, weil dieser Ukraine-Krieg alles andere als planlos sich gestaltet! Schon damals stellte sich die Frage, ob wir uns zu leichtsinnig auf die USA verlassen. Inzwischen belehrt uns jener 47. US-Präsident eines Besseren mit dessen tragischer Haltung Wolodymyr Selenskyj gegenüber. Schließlich drängt Trump vehement, daß der ukrainische Präsident doch Putin weite Teile im Osten der Ukraine überlassen sollte, um einen schnellen Frieden herbeizuführen. Natürlich lehnt dies Selenskyj ab, dies hätte die Bevölkerung selbst zu entscheiden.

Erneut eckt besonders Ungarn an – Europäer zu scheinheilig

Im Grunde nichts neues, Viktor Orbáns Haltung offenbart sich schon allzu lang, der ungarische Steigbügelhalter Putins blockiert notwendige Beschlüsse, die EU scheitert mit Sanktionen zum Jahrestag des Kriegs. Zwar sei Ursula von der Leyen, wie sie betont, in Kyjiw, um „unseren anhaltenden Einsatz für den gerechten Kampf der Ukraine zu unterstreichen“, allerdings muß man auch der EU selbst ein langfristiges Versagen bescheinigen. Mit wesentlich mehr Engagement wäre dieser Krieg zugunsten der Ukraine weniger dramatisch verlaufen.

Obendrein muß man den Europäern weiterhin Scheinheiligkeit attestieren, zumal deren Haltung den Ukrainern zu wenig hilft. Im Gegenteil, besonders Trump als auch Putin selbst verdeutlichen die europäische Zurückhaltung, diktieren den Verlauf der sogenannten jüngsten Friedensverhandlungen in Genf, die weiterhin ergebnislos verharren. Von einem dauerhaft gerechten Frieden kann gar keine Rede sein, zu deutlich besteht Putin auf seinen Standpunkten.

Andere Konflikte verdrängen den Friedensprozeß

Nachdem jüngst vor drei Tagen die USS Gerald R. Ford die Straße von Gibraltar überquert hat, Trump das größte Kriegsschiff der Geschichte in den Einsatz gegen den Iran schickt, richtet sich der Fokus der Weltöffentlichkeit mehr gen Iran, so daß der Ukraine-Krieg trotz des viertes Jahrestages in den Hintergrund gerät. Schließlich würde ein iranisch-US-amerikanischer Krieg den Weltfrieden wesentlich höher belasten.

Genau aus diesem Grund hat Europa und besonders Deutschland selbst erst recht allen Grund, den Ukraine-Krieg ernsthafter zu betrachten. Obsiegt Russland weiterhin, mag jener Putin unerschrockener andere euopäische Länder überfallen, zumal Trumps USA sich offensichtlich rauszuhalten scheinen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Raising the veil

Den Schleier lüften

Was verdeckt, im Verborgenen, sollte entlarvt werden, vor allem im Sinne einer friedlichen Welt. Verpassen wir dies, entfesseln sich Mächte wie bereits in allen Zeiten zuvor schon geschehen, beste Voraussetzung für kriegerisches Handeln.

Insofern macht es sehr viel Sinn, den Schleier zu lüften. Niemals einmalig, sondern nonstop!

 

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Simple Phrasen unterwegs

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Unbedacht bald aufgewacht
Viele Fragen entfacht
Bei Tage oder in der Nacht

Leise Zweifel sich entfalten
Das wußten ohnehin die Alten
Im Bierzelt Besoffene lallten

Da steht er nun mit Wurst im Gesicht
Auf sehr viel Aufmerksamkeit erpicht
Im Hirn erscheint so gar kein Licht

Welch simple Phrasen imponieren
Hauptsache man läßt sich schmieren
Geld hat ohnehin nichts zu verlieren

So handelt Politik ohne Gegenwehr
Manch einer wünscht sich leise sehr
Gerechtigkeit bestimmt jeden Verkehr

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Von vielen, die den Trumpismus huldigen

Eine Realsatire ungeahnten Ausmaßes

Ach, wie gut, daß niemand weiß, daß ich auf diesen Trump niemals nicht scheiß, eher ganz heiß, dessen brillantes Weiß nützet diesem senilen Greis. Weil doch der Orangeman globt, yes, he can, he’ll makes America great again. Sei einfach weiterhin gaga, dann wird es schon MAGA.

Kaum ein Weilchen beobachtet, juckt es bereits Dobrindt, der noch etwas schmachtet, zumal der laute Spahn ihn stoisch mißachtet wie ein verstörtes Kind. Wozu wohl dies man find? Ganz einfach, so wie jeden Tag ein wackerer CSU-Mann manches schlichtweg mal kann, Hauptsache nicht irgendwann, denn Migranten sitzen ihm bereits ewiglich im Nacken, dette wußten bereits seit eh und je viele Spacken, hauptsächlich in der rechten Ecke, per simplen Spruch: Mensch, verrecke.

Es sprüht allenthalben jener gezielte Haß, der macht allen Despoten weltweit Spaß. Sie fordern ohne Unterlaß Demokratien heraus, leben ohnehin in Saus und Braus. Wer dabei die Medien hat in der Tasche, dessen Haupt weist auf keene Asche, obendrein stets lügt und betrügt, das genügt, um schön von eigenen Missetaten abzulenken, vollkommen ohne Bedenken, Fakenews sei Dank, zusammen mit einer KI wird Mutter Erde so richtig krank.

Während wache Geister komplett verstört, es in allen Medien lautstark röhrt, zurück in alter Gutsherrenart, per Blockwart, mit oder ohne Bart, Menschen lassen sich erneut simpelst beglücken beim Stühlerücken. Jeder ist sich selbst der Nächste wie in einer Olympiade zählt nur das Ergebnis, das Beste. Schwäche zeigen, heißt verlieren, Gewinner niemals sinnieren.

Inzwischen der Trumpismus in Europa längst angekommen, manch einer faselt janz verschwommen, so richtig verkommen von alten neuen Möglichkeiten, den Faschismus nochalant vorzubereiten. Herrschaftszeiten, da sollten in allen Demokratien unlängst die Alarmglocken schrillen. Doch jene werden uns grillen, Neunazis sich längst formieren, mit diesen Spahns und Dobrindts wird’s passieren.

Die Union hatte als Zentrumspartei schon früher keine Probleme mit Nazischergen zu klüngeln, bis heute in zu wenigen Wählerhirnen es mag klingeln. Dann lieber sinnlos nicken, sich anschicken, wie Nazis zu ticken in ihrem abgrundtiefen Haß, das macht ihnen och noch Spaß. Man hört’s und sieht’s selbst beim Merz ohne Unterlaß!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Fünf Landtagswahlen in diesem Jahr

Nazipartei und Union im Aufwind – ein Dilemma

Fast 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs scheinen erneut deutsche Wähler einer Nazipartei auf den Leim zu gehen, während die derzeitige Bundesregierung keineswegs den Mut hat, jene AfD per Verbotsverfahren in die Schranken zu weisen. Welch historischer Fehler!

Im Frühjahr stehen zwei Landtagswahlen in Baden-Württemberg (am 08. März) und in Rheinland-Pfalz (am 22. März) an, im Herbst die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (am 06. September) und in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus (am 20.September), ebenso am gleichen Tag die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Grünen im Ländle verlieren wohl die meisten Stimmen

Laut Infratest dimap vom 22. Januar würden die Grünen fast 10 Prozent an Wahlstimmen verlieren, die Liberalen über die Hälfte mit 5 Prozent noch im Landtag sitzen, die Union mit nahezu 5 Prozent zulegen, die Sozialdemokraten 3 Prozent verlieren, die AfD mit 20 Prozent sich mehr als verdoppeln.

In Rheinland-Pfalz übernimt die Union mal wieder

Und das mit einem prognostizierten Stimmengewinn von nur 1,3 Prozent, denn die Sozialdemokraten sollen laut Infratest dimap vom 22. Januar knapp 10 Prozent an Wahlstimmen einbüßen. Die Liberalen wären draußen aus dem Landtag, die Grünen hätten 0,7 Prozent mehr, die AfD würde sich mehr als verdoppeln mit 18 Prozent.

Union weiterhin die meisten Wahlstimmen in Berlin

Laut Infratest dimap vom 16. Januar legt die Union 6 Prozent zu mit 22 Prozent, während die Sozialdemokraten 7,4 Prozent an Wahlstimmen weniger erhielten. Auch in Berlin wären die Liberalen nicht mehr im Parlament, erhält die AfD mehr als das Doppelte mit 17 Prozent.

Die Sozialdemokraten tragische Verlierer in Mecklenburg-Vormommern

Das verweisen die Prognosen laut Infratest dimap vom 25. September letzten Jahres, bedeutet, die Sozialdemokraten büßen fast 20 Prozent an Wählerstimmen ein! Die Union verharrt bei 13 Prozent, auch hier wären die Liberalen nicht im Plenum. Die AfD erhielte weit mehr als das Doppelte mit 38 Prozent.

Verkehrte Welt in Sachsen-Anhalt

Auch dort verdoppelt sich die Nazi-Partei, würde rund 40 Prozent der Wahlstimmen erhalten laut Insa vom 15. Oktober letzten Jahres. Alle Parteien verlieren an Stimmen, außer die Linke würde weiterhin bei 11 Prozent verharren.

Allerdings würden die Linken in allen anderen Parlamenten sonst moderat zulegen.

Keine guten Aussichten für Deutschland

Zumal die Union dem populistischen Geschwätz der Nazis auf den Leim geht, obendrein sowohl deren Sprache übernimmt als auch über jedes Stöckchen springt, welches die Rechtsradikalen ihnen hinhalten. Gleichzeitig hofiert die AfD Trump und Putin, selbst als Spione werden deren Mitglieder nicht zu Unrecht verdächtigt. Das diesjährige Wahljahr muß als Lackmustest gewertet werden hinsichtlich der nächsten Bundestagswahl 2029. Erleben wir dann ein Bündnis der Union mit der AfD?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Selbstgerecht aufgetischt

Was für ein Muß,
Trump redet mal wieder Stuß
in Davos,
nicht hoch zu Roß.

Die Welt betreten zuhört,
manch einer echt verstört,
lieber die Klappe halten
bei diesem stoischen Alten.

Ein Präsident mit Allmachtsphantasie,
etliche fallen auf ihre Knie,
weil Geld regiert die Welt,
einzig und allein nur das zählt.

Dabei hatten die Amis es in der Hand,
doch Denken bleibt wohl eine Schand,
dann lieber dummdreist nicken,
statt den Orangeman wegzukicken.

So tickt halt jene Weltpolitik,
Selbstcourage eher mitnichten chic,
statt ihm die Stirn zu bieten,
läßt man ran manch Nieten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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