Lotsen für alte Gräber

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Narren
Stümper
Egomanen
Wichtigtuer

geschichtsdement
aggressionsenthemmt
sozialerkaltet
herrschaftsverwaltet

wissensbetäubt
gedankenvertäut
gefühlsverstreut
wesensverbeult

Neue Lotsen
für diese Welt –
in alten Gräbern
ihr Schiff zerschellt

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gas-Kathi auf desaströsen Kurs

Warum Erneuerbare Energie, wenn die Fossile fruchtet?

Schlimm genug, daß ausgerechnet Friedrich Merz als 10. Bundeskanzler die Geschicke der drittgrößten Wirtschaftsnation lenken und bestimmen darf, aber mit jener Katherina Reiche hat er eine Wirtschaftsministerin ins Kabinett geholt, die alles falsch macht, was im Gegensatz zu ihr ein Robert Habeck vorbildlich in gute Bahnen lenkte, bevor mittels gezieltem Medien-Bashing die Ampel letztendlich scheitern mußte.

Insofern dürfen wir ahnungsvoll gen düstere Zeiten blicken angesichts jener Ministerin. Simon Poelchau kommentiert in dessen taz-Artikel nicht zufällig, Katherina Reiche ist die wahre Low Performerin. Als Sahnehäubchen teilt das Wirtschaftsministerium obendrein ein billiges Motivationsvideo von Lobbyisten. Entlarvender geht’s wohl kaum!

Klimaschutz ade – typisch für jene Union

Was sich schon während dem Ampelbashing deutlich offenbarte, die aus dem Ruder laufende, unqualifizierte Kritik am Klimaschutz, zeigt sich nunmehr nach einem Jahr Merz-Regierung überdeutlich. Deutschland zündet den Windturbo – Reiche würgt ihn ab?, lesen wir im ntv-Interview von Christian Herrmann mit BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.

Dabei blickt sie zurecht ins Jahr 2017 zurück, als die Altmaier-Delle begonnen hat, weil der damalige Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier das Vergütungsregime im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert hatte, was somit für einen Einbruch beim Windkraft-Ausbau sorgte. Typisch, jenes Verhalten bei der Union, die Verteufelung der Erneuerbaren Energie, um die Fossile weiterhin hochzuhalten, wider wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, wie gefährlich der menschenverursachte Klimawandel uns bereits jetzt schon beschäftigt. Gas-Kathi betreibt unerschrocken ihren Lobbykurs voran.

T-Online geht offensichtlich Gitta Connemann auf den Leim

Nicht weiter verwunderlich, wer sich noch ans Ampelbashing mittels jener Internetplattform erinnern mag. Insofern paßt Amy Walkers Beitrag, „Vielen Dank an Katherina Reiche, dass du Energie bezahlbar machst“, wobei die Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium vollmundig beim ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow am Montag als Errungenschaft der Regierung auflistet, die Energiewende sei  „völlig aus dem Takt geraten“.

Das Gegenteil ist wohl eher der Fall, das Wirtschaftsministerium fordert den Bau neuer, steuerbarer Gaskraftwerke, wo wir doch allesamt spätestens 2045 keine Fossile Energie mehr nutzen sollten. Davon will die Bundesregierung nichts mehr wissen, erst recht nicht mit einer Katherina Reiche. Am Ende trifft Simon Poelchaus Schlußsatz leider zu, sie will vor allem ein Ziel verfolgen: die Kosten der Krisen auf die Beschäftigten abzuwälzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Strenge, Opfer für deine Ängste

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Vermutlich,
ich erkenn dich wieder,
ummantelt
von deiner Verbitterung,
mit sonnengebräunter Haut,
jugendlicher Charme
hinter stierenden
müden Augen,
als Zeichen von Reife,
in Wirklichkeit Schutz
für deine Kleingeistigkeit.

Wahrscheinlich,
ich erkenn dich wieder,
eingeölt
von deiner Arroganz,
mit hämischem Grinsen
hinter übernatürlichem
göttlichen Wissen,
als Zeichen von Macht,
in Wirklichkeit Schutz
für deine Empathielosigkeit.

Immer,
ich erkenn dich wieder,
inmitten
von grölenden Horden,
mit blindem Gehorsam
hinter kameradschaftlichen
strengen Zwängen,
als Zeichen von Mehrheit,
in Wirklichkeit Schutz
von deinen Versagensängsten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Der Wladimir lenkt gern ab

Der Putin hat einen Spleen,
ihm kommt nichts anderes in den Sinn,
als gegen die Ukraine Krieg zu führen,
dabei fürchtet er eigenes Verlieren.

Der Wladimir lenkt somit gern ab,
weil er Kritik so gar nicht mag,
stattdessen in Saus und Braus zu leben,
ein typisches Despotenbestreben.

Mit Demokratie hat er gar nichts am Hut,
die Kreml-Propaganda offenbart seine Wut,
wobei das russische Volk still leidet,
Putin vermehrt die Öffentlichkeit meidet.

So schließt sich der bekannte Kreis,
was letztlich jeder ganz genau weiß,
ob Zar oder jener Präsident,
in diesem Volk niemand mehr ruhig pennt.

Stattdessen sterben kritische Stimmen wie die Fliegen,
weil die Kremlschergen fast jeden kriegen,
mit Angst regiert es sich völlig ungeniert,
es inzwischen weltweit ebenso passiert!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ausbeutung der Bevölkerung durch Eliten

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Merz-Regierung schlägt Aus für 8-Stunden-Tag vor

Keinesfalls verwunderlich, wenn ein Millionärskanzler solche Vorschläge in den Raum stellt, alldieweil der mit Abstand unbeliebteste 10. Bundeskanzler keinesfalls weiß, wie hart in vielen Berufen gerarbeitet wird. Denken wir nur mal an jene unmöglichen 24-Stunden-Extremschichten, die in Krankenhäusern kein Novum sind.

Merz-Regierung will Aus für Acht-Stunden-Tag, wie Kai Hartwig in dessen Artikel in der FR schreibt. Bas betonte, „Es soll ja auch nicht ausbeuterisch werden.“ Davon kann keinesfalls die Rede sein! Nach Abzug der elfstündigen Mindestruhezeit und 45 Minuten Pause wäre eine tägliche Arbeitszeit von 12 Stunden und 15 Minuten zulässig. Bei einer Sechs-Tage-Woche – laut EU-Richtlinie ist nur ein wöchentlicher Ruhetag vorgeschrieben – ergäbe das im Extremfall 73,5 Stunden, so die Einschätzung der Arbeitsrechtlerin Dr. Amélie Sutterer-Kipping und dem Arbeitsrechtler Dr. Laurens Brandt vom Hugo-Sinzheimer-Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Reform heißt stets, Belastung für Arbeitnehmer, Treten nach unten

Was wir allesamt bereits in den 16 Jahren Kohlregierung erleben durften, bei der fast gleich langen Merkel-Ära verhielt sich dies nicht anders. Ob auf dem Arbeitsmarkt bis hin beim Gesundheitssektor. Sparen, wo immer möglich, die Devise jener Refomen!

Haben jene Politiker etwa die im Blick, die freiwillig unfreiwillig 60 Stunden in der Woche malochen, denken wir an noch junge Masterabsolventen in Betriebswirtschaft oder Jura, die ganz heiß sind auf Jobs bei der internationalen Unternehmensberatung oder der amerikanischen Großkanzlei, an Freelancer, Unternehmer, Werbegraphiker oder Paketzusteller? Schlimm genug, was das bedeutet. Wer sich mit Unfallgefahren befaßt, kann ein Lied davon singen, wie hoch die Quote von Unfällen sich gestaltet bei größerer Unaufmerksamkeit, die unbedingt eintritt, je länger die Arbeitszeit stattfindet.

Ein Zurück in alte Muster – der völlig falsche Weg

Hand aufs Herz. Wollen wir tatsächlich in die Zeit vor 1918, wo doch erfolgreich zumindest in West-Deutschland 1995 die 35-Stunden-Woche eingeführt wurde, keinesfalls zufällig oder aus einer Laune heraus? Besonders in Zeiten höherer Arbeitslosigkeit, die auch heute uns wieder taxiert, eine kluge Entscheidung, unabhängig davon, Menschen mehr Freizeit zu gönnen.

Wenn Merz dies einfordert, sollte er wissen, die Arbeitnehmerschaft leidet erneut, dem Arbeitsmarkt hilft es mitnichten, weil er gleichzeitig nicht beantworten kann, wo denn noch mehr Jobs herkommen sollen. Insofern eine vollkommen unnötige Reform!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Zum 70. Geburtstag des ESC in Wien

Wikimedia Commons – CC-BY-SA 4.0

DARAs Bangaranga siegt für Bulgarien

Fünf Länder boykottierten ihre Teilnahme am diesjährigen ESC, nämlich Spanien, Irland, Slowenien, die Niederlande sowie Island. Völlig zurecht wurde Russland ausgeschlossen, da dessen Sender staatliche Propaganda verbreiteten und von der EBU suspendiert wurden. Israels Sender (KAN) gilt als unabhängig und ist Mitglied, genau das sollten wir akribisch differenzieren. Es sind beim ESC nicht die Länder, die sich bei dieser Veranstaltung messen, sondern letztlich die Fernseh- und Rundfunksender der Länder, die obendrein als Grundidee des ESC gelten!

Viel Glanz und Gloria auch in der Wiener Stadthalle, wobei Victoria Swarovski und Michael Ostrowski die Sendung in der Halle moderierten, die FM4-Moderatorin Emily Busvine als Moderatorin für den Green Room. Seit 2024 hat Thorsten Schorn Peter Urbans Rolle als deutscher Kommentator beim ESC übernommen. Auch beim 70. ESC machte er einen ordentlichen Job.

Insgesamt nahmen 35 Länder am Wettbewerb teil. Weil Spanien, ein Land der Big Five, fernblieb, traten im Finale nur 25 statt der 26 Länder auf.

Die Zuschauer sowie die Experten entschieden sich für DARAs Bangaranga mit 516 Punkten als diesjährige Siegerin für Bulgarien. Die 27-jährige Sängerin ist immerhin eine der erfolgreichsten Sängerinnen in ihrem Lande. Die Choreographie zum Song war ziemlich interessant und professionell gestaltet.

Israels Noam Bettan ergatterte mit Michelle den zweiten Platz. Der Songtext kombiniert die Sprachen Hebräisch, Französisch und Englisch. Bettan wuchs als Sohn französischer Einwanderer in Zentralisrael auf, lebte gleichwohl eine zeitlang in Frankreich.

Alexandra Căpitănescu erreichte mit ihrem Song Choke me den dritten Platz für Rumänien. Auf dem vierten Platz folgte die australische Sängerin Delta Goodrem mit ihrem Song Eclipse. Den fünften erreichte der älteste Teilnehmer Sal Da Vinci für Italien mit dessen Song Per Sempre Sì.

Sarah Engels erreichte erwartbar nur den 23. Platz mit ihrem Song Fire, gutes Singen und Tanzen nützt nicht viel, wenn der Song nicht ankommt. Das Schlußlicht auf Platz 25 war fürs Vereinigte Königreich Sam Battles Look Mum No Computer mit dem Song Eins, Zwei, Drei.

Wer wissen möchte, wie der ESC auch tickt, dem empfehle ich gern 70 Jahre ESC – More than Music.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

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EVP-Chef Webers Geschwätz stinkt gen Himmel

Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen

Natürlich muß Europa sich einig sein, ganz besonders hinsichtlich dieses 47. US-Präsidenten, der nicht im Geringsten sich um Bündnisse oder gar Fair Play schert, im Gegenteil die USA weltpolitisch ganz mies regiert in seinem MAGA-Wahn. Allerdings brauchen wir mitnichten den EVP-Chef Manfred Weber, der schon in CSU-Zeiten nicht unbedingt glänzte. Denn in Wirklichkeit ist diese Partei keinesfalls „sozial“ unterwegs, wenn wir nur ihre Politik scharfsinnig verfolgen, abgesehen von den Entgleisungen des Herrn Söder.

„Europa wacht gerade auf“, gibt Weber im T-Online-Interview zum Besten. Nichts Neues und ohnehin ziemlich spät hinsichtlich der Gefahren, die schon 2014 mit Putins eigentlichen Kriegsbeginn in der Ukraine mehr als offensichtlich sich zeigte. Wieder einmal stürzen sich die Medien auf exakt jene, die ohnehin die ganze Zeit politisch „gepennt“ haben, um es mal salopp noch freundlich zu kommentieren. In Wirklichkeit war es nämlich auch sein Job selbst, mithilfe der EVP zu intervernieren, was auch er vepaßt hat!

Eigenlob alles andere als zielführend

Irreführend dessen Antwort, die Bundesregierung hätte im ersten Jahr hart gearbeitet. Davon kann keine Rede sein, zumal erneut per Reformen die ärmere Bevölkerung das Nachsehen hat, während die Superreichen mit Steuergeschenken ihre Gewinne vervielfachen dürfen, obendrein ein Kanzler-Millionär rüde nach unten tritt. Den größten Lacher entfacht Weber mit seiner Behauptung, Markus Söder sei durchsetzungs- und kommunikationsstark. Interessant, daß Fleischfressende Videos als kommunikationsstark interpretiert werden. Ganz im Gegenteil, wer sich die berechtigten Kommentare dazu in den Social Media vergegenwärtigt.

Den Vogel schießt Weber letztlich ab, in dem er ausgerechnet Ilse Aigner lobt und fürs Amt als Bundespräsidentin favorisiert. Schon vergessen, daß ihr völlig zurecht der NABU-Negativpreis verliehen wurde, wie im Anschluß Philipp zu Guttenberg den Dinosaurier des Jahres 2015? Nein, Ilse Aigner würde somit keinesfalls würdig unser Land als Bundespräsidentin vertreten!

Ein nachdenkenswertes Fazit

Ganz besonders, weil die Karten schon allzu lange auf dem Tisch liegen, wer denn bereit dazu, über den Tellerrand zu schauen. Wir brauchen keine ewiggestrigen Politiker, die stets nach oben buckeln, um kräftig nach unten zu treten, sondern viel eher Menschen wie z.B. Robert Habeck es hätte sein können und sollen.

Wenn allerdings eine konservativ-rechtsgerichtete Medienlandschaft im Gleichklang ein gezielt angelegtes Grünen-Bashing an den Tag legt, dürfen wir uns nicht wundern, daß ausgerechnet ein Friedrich Merz nach „oben gespült“ die Geschicke der drittgrößten Wirtschaftsnation lenken darf. BlackRock und Co. sei Dank, ein dramatisches Fazit, bei dem soziale Gerechtigkeit mit Füßen getreten wird, während Eliten bösartig frohlocken. Mit einer friedlichen Koexistenz hat das gar nichts zu tun.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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