Kawahiva in Brasilien vom Aussterben bedroht


flickr.com/ Tambako the Jaguar/ (CC BY-ND 2.0)

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Lenkt Brasiliens Justizminister José Eduardo Cardozo ein?

Weltweit dürfen sich Großkonzerne und kleinere oftmals total ungebremst austoben, werden kaum aufgehalten in ihren Geschäftspraktiken, die gar Menschenleben in Kauf nehmen. Korrupte Regierungen und deren gefällige Staatsbeamte, schlecht bezahlte Polizisten und jede Menge andere Gesellen richten sich nach deren Machtverhältnisse.

Genauso verhält es sich auch im brasilianischen Amazonasgebiet, nämlich im Bundesstaat Mato Grosso, in der Nähe der Gemeinde Colniza, wo das Volk der Kawahiva lebt. Die Rio Pardo-Indianer werden zunehmend gerade von Holzfällern bedroht, wie auch seit Jahren schon Survival International berichtet.

Brasiliens Regierung reagierte bisherig nur halbherzig bis gar nicht

Bekanntlich geriet die regierende Präsidendentin Dilma Rousseff in letzter Zeit wegen etlicher Korruptionsvorwürfe um den Ölkonzern Petrobas nicht nur in die Schlagzeilen, es folgten große landesweite Proteste im Frühjahr 2015. Kein Wunder, daß auch in ihrer Regierungsverantwortung kaum bis gar kein Augenmaß zu den Belangen betroffener indigener Völker anhält, eher nicht reagiert wird, wenn jene lebensbedrohlichen Repressalien ausgesetzt.

Nach einem regelrechten Krimi von unterlassenem Schutz seitens Brasiliens Regierung, zigfacher Bedrohungen gerade von Holzfällern, die entsprechend brutal per Vertreibung bis hin zu Morden vorgingen, also die Kawahiva vertrieben, die Wälder rodeten, um die Flächen anschließend Viehzüchtern zu überlassen für Weiden oder Sojabohnenanbau. Dazwischen Beteuerungen, Zugeständnisse, das gefällige Wirken zusammen mit der 1967 neu gegründeten FUNAI (Fundação Nacional do Índio), eine Nationale Stiftung der Indigenen. Letztlich setzen sich aber immer wieder die Konzerne durch.

Werden auch Sie aktiv, bevor es zu spät ist für die Kawahiva

Das klingt zunächst fast schon utopisch. Aber Sie können mehr bewirken, als Sie für möglich halten. Schon mehrmals waren Aufrufe von Survival International erfolgreich, konnten gewiße Verbesserungen herbeiführen.

Schreiben Sie eine Email an Brasiliens Justizminsiter José Eduardo Martins Cardozo. Vielleicht wird ja der ehemalige Staatsanwalt einlenken und dem Volk der Kawahiva beistehen. Je mehr mitmachen, um so größer der Druck. Wollen wir hoffen, daß die Politiker des großen Landes Brasilien sich ihrer Verantwortung bewußt sind, bemerken, in wie weit etliche indigene Völker bedroht werden, nur weil einige Firmen den Hals nicht voll genug bekommen. Dazu bedarf es gleichzeitig mehr Widerstand in Brasilien selbst.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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