Der Flucher


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Der Flucher besitzt keinen Verstand.
Fluchend treibt er die Leute voran,
das Ziel, Sklaven in seiner Hand.
Gewinn klimpert im Gewand.

Keine Flucht macht mehr Spaß,
als Menschen im Tintenfaß,
er geduldig den Stift, naß,
übers Papier bemaß.

Der Flucher eifrig schrieb,
während das Vieh
vor ihm durcheinander stieb.
Sie horchen, aus Angst vor jedem Hieb.

Macht, Geld, Gier, Ansehen.
Die Menschen haben das Nachsehen,
verführt durch Frieden, eben,
kommen sie zum Gegenteil von Eden.

Was macht das schon?
Der Flucher kennt kein Verschon’,
parieren müssen sie, ihr Lohn,
und seine Profession.

Die Wissenden erschreckt,
fliehen aus dem Treck.
Der Flucher bewirft sie mit Dreck,
kein Entkommen vom Fleck.

Er stachelt die Menschen auf,
sie horchen den Reden auch.
Er denkt dabei an seinen vollen Bauch,
Menschen zählen nur zum Gebrauch.

Die Leute hat er unter Kontrolle
wie der Schäfer seine Wolle,
er achtet nur zu seinem Wohle,
die Flüchtigen spielen die Rolle

wie in einem Theaterstück.
Sie merken nicht, daß ihr Glück,
das versprochen, ihr eigenes Genick
wird dadurch gebrochen.

Der Flucher stolziert durch die Gegend,
Worte wie Honig geformt zur Predigt,
Menschen als Sklaven angeprahlt.
Zum Nutzen des Fluchers, der strahlt.

Nafia

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