Massentierhaltung: EU unterstützt deutsche Firma in Weißrussland


flickr.com/ Quasimondo/ (CC BY-NC 2.0)

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„FIT Farm Innovation Team“ – das Grauen für Hennen

Nach einer langen Zeit etlicher Proteste einigte sich die EU darüber, daß seit 2012 den Hennen ein höheres Platzangebot eingeräumt wird als zuvor. Die sogenannte Legehennenverordnung verbietet kurzerhand die konventionelle Käfighaltung, obwohl rund 200 cm² mehr für die eingepferchten Tiere wieder rechtens sein sollen. Welch frapante Logik, die eine Tierquälerei weiterhin zuläßt, ganz im Sinne einer profitorientierten Wirtschaft.

Doch damit nicht genug. Was in der EU einer Alibi-Verbesserung gleicht, möchten findige Geschäftsleute erneut für ihre Bedürfnisse ausnutzen. Die Firma „FIT Farm Innovation Team“ mit Sitz in Steinfurt präsentiert stolz ihre Käfigproduktionsbauten, die sie gern in Weißrussland dem Eierproduzenten Servolux anbieten möchte, der daher 25 Millionen Euro bei der Europäischen Entwicklungsbank beantragte. Keine öffentlichen Gelder für Tierfabriken, die es zu stoppen gilt, fordert diese Petition.

Die widerlichen Geschäfte mit der Massentierhaltung

Scheinen keineswegs zu verebben. Dem Verbraucher sei Dank. Dies mag jetzt für den ein oder anderen vorwurfsvoll klingen, aber genau darauf läuft es hinaus. Erst wenn die Verbraucher begriffen haben, daß sie selbst mittels ihrer Eßgewohnheiten entscheidenden Einfluß haben auf solch verbrecherische Geschäftspraktiken, ändern sich die tierquälerischen Zustände.

Es fängt beim Ei an, ob Käfig-, Boden- oder Freilandhaltung. Wer heute noch Eier kauft, deren Hennen in Käfigen zusammengepfercht ihr Dasein fristen müssen, begünstigt die „kriminellen“ Gedanken solcher Firmen wie FIT. Hauptsache gute Gewinne einfahren, was interessiert dabei das Leid der Tiere, so deren Haltung. Die erst kürzlich stattgefundene Demo gegen Massentierhaltung, das TTIP und Genfood unter dem Motto „Wir haben es satt“ unterstrich den Unmut der Teilnehmenden. Während ein erkennbares Umdenken in der Bevölkerung stattfindet, suchen sich findige Geschäftsleute neue Lücken und Schlichen.

Ware Tier – im Fokus der Kritik

Man darf durchaus das beherzte Auftreten der Veganer mit Entsetzen beäugen, manche können schon ziemlich aggressiv Fleischessern begegnen, sie gar bedrohen, ihr Eßverhalten zu ändern. Andererseits darf man sich nicht wundern angesichts des weltweit angewandten Tierleids. Nutztiere werden rücksichtslos eben per Massentierhaltung herangezüchtet, durchleben einen extremen Leidensweg, bis sie auf dem Teller landen.

Dabei wird der Umwelt erheblichen Schaden zugefügt, denken wir an den radikalen Soja- oder Maisanbau in Südamerika, die Vernichtung des Regenwaldes, den enorm hohen Wasserverbrauch. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, da immer mehr Menschen hinzukommen, die jene Eßgewohnheiten übernehmen, obwohl parallel wenigstens die Zahl der Vegetarier und Veganer ansteigt.

Lotar Martin Kamm

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