
flickr.com/ Global2000/ (CC BY-ND 2.0)
Was absehbar war: EU forciert die AKW-Technik
Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, die EU mitnichten. Eine schallende Ohrfeige gen jahrzehntelang berechtigten Widerstand einer Anti-AKW-Bewegung, die ihren Beginn im Volk selbst hatte, aus der europa- und schließlich weltweit Umweltparteien wie die Grünen hervorgingen, sich etablierten.
Die EU-Kommission ganz auf Linie mit ihrem ehemaligen EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, will die Atomkraft mittels neuer Reaktoren massiv stärken. Es zeichnet sich exakt das Szenarium ab, worüber wir noch am Gedenktag zum 30-jährigen tragischen Unglück in Tschernobyl schrieben, Profitdenken beflügelt weiterhin die Befürworter. Insofern können wohl zwei Super-GAUs keine menschliche Ignoranz bremsen.
Parteien Spielball wirtschaftspolitischer Interessen
Ohne Fukushima wäre das Ende der Atomenergie in der BRD keine Option, würde auch die Große Koalition ihr zustimmen, die SPD hatte sowieso kaum bedenken, tat sich schon unter Rot-Grün schwer. Ein sicheres Indiz, in wie weit Parteien als Spielball wirtschaftspolitischer Interessen sich instrumentalisieren lassen.
Besonders anschaulich mag man dies im Grundsatzprogramm der AfD nachlesen, die ebenso auf Linie mit der EU-Kommission die AKW-Technik befürwortet. Die Verneinung zum CO2-Ausstoß rechtfertige dies, wobei die Risiken dieser Technik einfach ausgeblendet werden, obendrein ebenso das umstrittene Fracking nicht ausschließt.
Erfreulicherweise befinden sich wenigstens zwei Parteien im Deutschen Bundestag, die Farbe bekennen zum Atom-Ausstieg: die Linke und die Grünen. Einer Großen Koalition und erst recht der FDP als auch der AfD, die beiden letztgenannten Parteien sitzen wohl im Herbst 2017 im Plenum, traut man viel eher zu, sich einem EU-Diktat letztlich unterzuordnen.
Ein Fluch für Folgegenerationen
Falls diese tatsächlich den weltpolitischen Wahnsinn erleben dürfen, denken wir an eine massenvernichtungswaffenverseuchte Welt, die durchaus wahrscheinlich angesichts zunehmender Spannungen beim erneuten Wettrüsten. Zurück verbleibt, Atomausstieg hin oder her, ebenso die Problematik des Atommülls selbst. Dessen Transporte übers Meer sind tickende Zeitbomben, welches gar die rot-grüne Regierung in Hamburg nicht so recht wahrhaben will. Wie was das nochmal mit der politischen Macht, der Kungelei?
Faktisch liegt es an den Bürgern selbst, ob sie weiterhin diesen Wahnsinn zulassen, einer Manipulation auf den Leim gehen, dieser strahlenden Atomenergie erneut trauen, oder endlich begreifen, welche Gefahren dabei lauern. Braucht die Menschheit einen dritten Super-GAU, bis endlich begriffen wird, daß es keine hundertprozentige Sicherheit gibt? Es schaut ganz danach aus mit Blick zur EU und weltweit anderen Nationen.
Lotar Martin Kamm
Es ist gleichgültig, was die EU-Staaten machen, solange die Plutoniumstäbe in Fukushima immer noch nicht abgebaut und versorgt sind, könnten sie noch explodieren. Falls sie explodieren, würden sie soviel atomare Verstrahlung produzieren, „dass man auf der Nordhalbkugel nicht mehr ohne Strahlenprobleme leben könnte“. Eine australische Atomphysikerin hat das gesagt.
Einige andere Physiker stellen schon heute fest, dass die Brennstäbe nicht mehr zu retten sind und für sie sind die Auswirkungen einer Plutoniumexplosion, welche ca. 1’000 mal mehr Strahlung produzieren als andere atomare Elemente und zudem eine Halbwertszeit von 2’400 Jahren haben zum Aussterben der Menschen beitragen könnte.
LikeGefällt 1 Person