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Diese Sprache kommt nicht mehr zurück,
sie ist schon lange meiner Seele entrückt.
Mühsam war es deshalb, Worte zu finden,
meine Trauer, Wehmut zu überwinden,
neu zu gestalten einen vertrauten Ort,
meine Sprache wie der Vogel dort,
der fliegt wohin der Wind ihn trägt,
in eine glückliche Zeit hineinkehrt.
Anfangs klang sie fremd und holprig,
versuchte verbissen, teils bockig
den Klang der inneren Sehnsucht
zu befreien von alter Furcht.
Willkommen in der Heimat Herz,
denn nur da lockert sich der Schmerz,
nicht mehr vertraute Laute zu vernehmen.
Töne der Fremde kennenzulernen,
neue Wörter sprechen, gaben Halt,
in all der empfundenen Bitterkeit.
Jetzt ist die Sprache der Heimat fremd,
fürs Ohr, die Seele und Temperament.
Zu gewissen Zeiten, Situationen
kann ich sie problemlos wiederholen,
spüre erneut den Verwandtschaftsgrad,
weiß auch, nehme sie mit ins Grab.
Die Sprachen haben mich geprägt,
wenn mich heute etwas wegträgt,
das meiner Seele längst verloren,
hab ich gelernt, ständiges Wiederholen
führt neue Sprachabschnitte
zum Herz, der Seele und Heimat Mitte.
Nafia