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Heute aber trete ich aus deinem Schatten,
ich versage dir die Freundschaft,
die nie wirklich Hilfe war.
Denn ich habe gelernt, du allein bist
für all meine Pein verantwortlich,
du hast nie die Fähigkeit besessen,
mich zu beruhigen, du hast dich wohl
eher an meinem Leid erfreut.
Wie oft habe ich am Fenster gesessen,
unfähig irgendeinen Schritt zu tun,
wenn du saßt in meinem Nacken.
Wie oft habe ich mich durch dich
verleiten lassen, auf den erhofften Brief
zu warten, weil nur dann die ersehnte
Ruhe beginnen sollte.
Wie oft habe ich an den Fingernägeln gekaut,
weil du Stunde um Stunde
an meinen Nerven gezehrt hast.
Wie oft habe ich wegen dir
keinen Appetit mehr besessen,
weil nur du meine Nahrung warst.
Wie oft habe ich wegen dir neben
dem Telefon ausgeharrt,
damit der Anruf meine Seele beruhigen sollte.
Wie oft habe ich wegen dir
Nächte durch geweint,
weil dein Ich mir Schmerzen zugefügt hat.
Liebe Sehnsucht
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