
flickr.com/ Rodrigo Soldon 2/ (CC BY-ND 2.0)
Viel Glanz und Ruhm neben lebensbedrohlichen Zuständen
Alle Welt schaute ganz besonders genau hin, was das Abschlachten der Indianervölker auf dem Gebiet der USA anbelangt, ebenso erinnerte man sich dem Treiben spanischer Herrscher auf dem südamerikanischen Kontinent. Jedoch hält Brasiliens Völkermord selbst nach diesen 31. Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro an. Viel Glanz und Ruhm neben lebensbedrohlichen Zuständen der betroffenen indigenen Völker.
Was veranlaßt Verantwortliche, dermaßen unerschrocken diese ignorante Politik fortzusetzen? Ein großes Stückweit spielt die ohnehin miserable historische Aufarbeitung eine entscheidende Rolle, eben kaum Farbe zu bekennen, in wie weit man eigentlich berechtigte Schuldgefühle wenigstens jetzt eingestehen sollte, um mal wirklich diesen anhaltenden Völkermord zu stoppen!
Kritik bei gleichzeitiger Ignoranz den Indigenen gegenüber
Grüne Wasserbecken bei den Schwimmern, die Bedrohung durch den Zika-Virus oder verdreckte Meeresstrände zieren die Schlagzeilen der Presse, diese Olympiade glich einem Spießrutenlauf unwirtlicher Zustände für die teilnehmenden Sportler, wobei deren Leistungen man hier zusammgefaßt lesen mag, wem dies wichtig erscheint.
Keine Silbe über das Verhalten westlicher Industrienationen, aber auch dem Rest der Welt, der gleichwohl sich einen „Dreck“ um die Belange der ansässigen indigenen Völker schert. Selbst Wikipedia unterläßt es, auch nur einen einzigen Kritikpunkt in Sachen Völkermord zu äußern, Hauptsache man hat sich über die erwähnten Punkte Luft gemacht. Ein dramatisches Fazit, welches zugleich die eigentliche Haltung und Maßlosigkeit verdeutlicht: Die weißen Herrenmenschen bestimmen in einer beispiellosen Arroganz über den Verbleib der ursprünglichen Kulturen.
Survival International informiert und mahnt an
Die Nichtregierungs- und Menschenrechtsorganisation Survival International, die vor knapp fünfzig Jahren 1969 in London gegründet wurde, weist ausführlich und ziemlich vehement auf die miserablen Zustände in Brasilien hin.
Wer sowohl den zitierten Artikel liest, aber auch sich weiter in die tragische Materie vertieft, kommt nicht umhin, die mahnende Frage zu formulieren, in wie weit unsere sogenannte Zivilisation sich anmaßen darf, überhaupt von Menschenrechten zu sprechen. Selbst die UNO und andere Organisationen stehen im Fokus scharfer Kritik ob der Unfähigkeit, solche Entwicklungen nicht wirklich verhindert zu haben. Macht und Reichtum arrangieren sich ganz offensichtlich im Stillhalten und Ignorieren solcher verbrecherischer Praktiken.
Politische Entscheidungen lassen sich viel zu sehr von den Vorgaben wirtschaftlicher Einflüsse leiten, die oftmals keine Rücksicht auf menschliche Belange hegen, da der Profit stets nur seine Ziele verfolgt und somit durchsetzt.
Lotar Martin Kamm
Sagte man nicht auch mal : “ SPORT ist MORD „;
wobei ja heute noch der KOMMERZ mitspielt !
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Schon vor Jahrzehnten war ich der Meinung, diese Spiele der (angeblichen) Freiheit nicht in Länder zu vergeben, die sich einen Dreck um Menschenrechte scheren. Heute, nüchtern betrachtet, welches Land käme dann überhaupt in Frage? Die letzten drei olympischen Veranstaltungen fanden deshalb ohne mich statt.
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