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Das erste Mal stand er im Regen,
ganz ruhig ohne sich zu bewegen.
Fast angsteinflößend seine Haltung,
besser man schenkt keine Beachtung.
Das zweite Mal schwamm er im See,
es war Winter, das Zusehen tat weh.
Er wollte wohl das andere Ufer erreichen,
das Gefühl für ihn fing an zu weichen.
Das dritte Mal saß er in der U-Bahn,
schaute vertieft sich ein Buch an.
Kein Minenspiel auf dem Gesicht,
hoffentlich bemerkt er mich nicht.
Das vierte Mal war er im Fernsehstudio,
redete vom Überleben, Survival und so.
Ein Schnösel, Angeber, ein Sonderling,
sucht Aufmerksamkeit, das ist sein Ding.
Das fünfte Mal gab´s einen lauten Knall,
meine Unachtsamkeit, der Auffahrunfall.
„Ich schaff´s schneller ans andere Ufer rüber.“
Er lächelt, staunt. „Von dir gelernt, mein Lieber.“
Nafia