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Sprache zeigt nicht ihr Gesicht,
wenn Mimik ihre Laute wegwischt.
Da wird gelächelt süffisant,
die Worte sprechen intrigant.
Mit dem Ton der Überheblichkeit
wird gefordert Fremdenfeindlichkeit.
Mittels Gelassenheit in der Stimme
hofiert man wieder Korn und Kimme.
Durch schalkhaft wirkende Untertöne
erniedrigt man freidenkende Töchter, Söhne.
Denunziationen, ausgesprochen lässig,
verstecken des Redners Wesen, gehäßig.
Freundlichkeit vortäuschender Silbenmienen
sind gefährlicher als sichtbare Landminen,
sie vertuschen den Wortcharakter,
mit Zweifeln pflügt man den Satzacker.
Sie zerstören die Sprachwortwerte,
simulieren Ausdrucksstärke.
Wörter gesprochen mit Zunge gespalten,
mit zwielichtiger Mimik, damit will man erhalten
hemmende Traditionen, ängstliche Völker,
gelenkt durch egomanische Historikhysteriker.
Nafia