Schaluppe


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Vor kurzem zog er hierher,
kaufte den kaputten Schuppen
vom alten Krüger Kurt,
der ist schon ewig tot.
Der Sohn hat die Bude verkauft,
lebt schon lange in der Stadt,
weggezogen mit Kind und Frau.

Verwahrlost der marode Bau,
überwuchert mit Unkraut,
keine Fenster mehr ganz,
selbst eine Ritterruine
wirkt neu, hat mehr Glanz.
Der ist nicht ganz dicht im Kopf,
so viel Geld für einen Schopf.

Was kümmert ihn das Gerede,
von Kosten, von verrückt.
Hier kann er mit seiner Schaluppe
auf dem kleinen See sich bewegen,
spürt Boden, Wellen, Brisen,
fühlt die Welt an ihm abrieseln,
den Himmel Wert spiegeln.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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