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Müllverbrennung nein danke – richtige Holzverfeuerung ja bitte
Wir kennen alle die Redensart, Schuster bleib bei deinen Leisten. Dies sollte auch Jörg Kachelmetter, der Wettermann, der bei T-Online mit seiner Kolumne Thematik über Feinstaub aus Holzöfen Aufmerksamkeit erhaschen will, verinnerlichen. Selbstverständlich mögen alte Öfen ohne entsprechende Vorkehrungen für eine Feinstaubbelastung sorgen, wie er sie anmahnt, außer Frage.
Dennoch fehlt die allzu wichtige Erwähnung in seiner Kolumne, daß es schon seit Jahrzehnten eine ausgefeilte Technik gibt, um einen Abbrand zu gewährleisten, der den Emissionswerten von Erdgasheizungen entspricht, sogar bessere Werte erzielt, sodaß von einer Luftbelastung nicht mehr ernsthaft die Rede sein kann.
Die Firma Brunner in Südbayern – ein Ofenbauer
Die Ulrich Brunner GmbH im bayrischen Eggenfelden hat sich auf Ofen- und Heiztechnik spezialisiert. Vor über zwanzig Jahren konnte man statt mit einer aufwendig teuren Heizkessel-Zentralheizung bei entsprechender Haussituation per Warmluftheizung sich behelfen. Dabei bot die Firma Brunner neben dem Abbrandofen noch eine anzuschließende Abgasverbrennungskammer mit an, d.h. die Holzabgase wurden ein zweites Mal vergast.
Dies führte zum Ergebnis, daß die Emissionswerte genauso wie bei einer Gasverfeuerung lagen. Manch Schornsteinfegermeister war daher irritiert, daß nach dem Winter so wenig Ruß anfiel. Vorrausetzung dafür natürlich, sehr trockenes Holz, kein Müll oder andere Brennstoffe.
Kachelmanns Kolumne direkt nach Merkels Fahrverbotsintervenierung
Das sollte schon zu denken geben. Hat hierbei ein Herr Kachelmann gewisse Absichten? Schlimm genug, daß die Bundesregierung sich bei dem Abgasskandal davonschleichen will, allzu offensichtlich die Autolobby hofiert. Was reitet hierbei den Wettermann? Zufällige Besserwisserei oder gezielte Kritik, die obendrein schnell entschärft werden kann. Holzverbrennung muß keineswegs derart schädlich sein, wie er nonchalant behauptet.
Die Argumentationskette über falsch aufgestellte Meßstationen entbehrt jedweder Grundlage, zumal die Grenzwerte bei der Stickoxidbelastung sowieso viel zu leichtsinnig zu Lasten der Gesundheit in Städten festgelegt wurden. Aber das kennt man ja allgemein, weil dies ohnehin überall dort derart gehandhabt wird, wenn es darum geht, eine „bedauernswerte Industrie“ zu schützen, Mensch hat sich dem zu beugen, freundlichst gedeckelt von einer Politik, die ihren Auftrag schlicht und ergreifend mißachtet. Von wegen zum Wohl des Volkes.
Lotar Martin Kamm
Ich hätte dazu diese Fragen:
Wieviele Holzverbrennungsanlagen gibt es in privaten Haushalten in Deutschland, wahlweise in Bayern?
Wieviele davon haben eine Abgasnachvergasung a la Firma Brunner?
Erst mit dem Wissen dieser Zahlen ist eine Beurteilung Ihrer Kritik am Kachelmann-Bericht möglich.
Vielen Dank für konkrete Angaben ( nach Möglichkeit mit Quellen )
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Diese Fragen hätten Sie sich schenken können, wir sind kein Statistikinstitut. Insofern folgen schon gleich gar keine Quellenangaben. Es reicht völlig der gesunde Menschenverstand zusammen mit dem Wissen um den Ofenbau, den ich mir durch den Austausch mit Fachkräften aneignete, um Herrn Kachelmann als Dilettant zu entlarven, der ziemlich offensichtlich nach dem Munde der Autolobby und der Kanzlerin/Bundesregierung redet.
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Kennen Sie den Herrn Prof. Dr. med. Dieter Köhler?
Und kennen Sie das Interview aus „DIE WELT KOMPAKT“ vom 26. November 2018. Das Interview führte Frau Elke Bodderas?
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