Aufgewühlte Ruhe


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Es war ohne Traum, ohne Magie,
ohne Zwang, ohne Phantasie,
das Rinnsal stand quasi still,
Wind kräuselte ihn gegen seinen Will,
Blätter sammelten sich über den Winter
in einem Grasbündel, davor und dahinter.

Das Kind glücklich, verspielt, frei,
rührte in den alten Blättern wie in einem Brei
mit einem gefundenen morschen Stock,
er brach, für das Kind fast ein Schock,
nicht nur diesen Verlust es bemerkte, auch
ahnungsvolles Wissen aus dem Bauch.

Die Blätter wollten gemeinsam sich wärmen,
zusammen von Erinnerungen schwärmen,
waren miteinander lange befreundet gar,
der Haufen ihr geschütztes Zuhause war,
voll Unruhe schlug es Wellen mit den Händen,
fortgetrieben, und doch möge Kindheit nie enden.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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