Dagmar


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Die Dagmar
ist mir ewig dankbar,
hab ihr Zitronen besorgt,
zum Kauen an jedem Ort,
damit sie sauertöpfig,
verbittert, aufmüpfig,
ständig frustriert
durch die Gegend spaziert,
wie jede Frau und jeder Mann
dies eben kann,
auf der Straße, im Büro,
nur sie smilt heiter froh
in die Landschaft,
endlich hat sie es gerafft,
warum sie keine Freunde hat,
sie niemand fragt um Rat,
wer will schon ausgeglichen sein,
das Leben ist voll Neid und Pein,
dies muß ausgekostet werden,
sonst ist man tot, liegt im Sterben,
hat eine innere Leblosigkeit,
müde wird man von Zufriedenheit,
seit sie an Zitronen kaut,
ihr Wesen ist aufgetaut,
sie motzt, sie fetzt sich täglich,
ist nicht mehr umgänglich,
ihr Grinsen ist eine Grimasse,
endlich ist sie ein Teil der Masse.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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