Verstaubt, ergraut, erlaubt


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Verbissen gelangweilt dreingeschaut,
Nachbars Jungen mal soeben verhaut.
Solch Erzählung schlichtweg geklaut,
so was man sich auch traut.
Ne Type, ganz toll gebaut,
keineswegs wirklich versaut,
stimmgewaltig und somit laut.
Nach seinem Auftritt wächst kein Kraut,
eine gewisse Gegenwut sich aufstaut.
Ein Kätzchen im Hof versteckt miaut,
schwarz-weiß gestreift, nur noch Knochen und Haut.
Frühling noch weit weg, eh alles taut,
aus der Kirche tritt eine stolze Braut.
Sie hat noch an Liebe geglaubt,
ihrem neuen Mann vertraut.
Der war in seiner Jugend ein Scout,
einerlei und überhaupt,
wird beiden schon bald Zeit geklaut.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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