Abschied ohne Wehmut


Der Xavier, der Xavier,
der fühlt sich wie ein Schah,
wundert sich, was geschah,
widerlich, macht sich rar.
Paßt zu ihm, na klar,
trotz guter Stimm‘, – voilà,
was für ein Tamtam, ein Trara.

Rassismus ganz gedehnt,
wird prosaisch abgelehnt.
Bloß nicht mal bequemt,
dann lieber völlig unverschämt
mit Neuen Rechten mitgeströmt,
sich mit diesen eher versöhnt
und trocken Migranten verhöhnt.

Der Xavier hat sich entschieden,
ist bei Reichsbürgern zugestiegen,
das läßt sich nicht mehr hinbiegen,
dazu hat er zu lang geschwiegen,
ist somit keineswegs untertrieben,
kann man wohl kaum falsch liegen,
ihn besser zu verabschieden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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