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Das Hallo mit einem fragenden Lächeln
huschte, so schnell, ich sah es kaum
in deiner versunkenen Stimme zu mir,
zog einen Schweif deines Lebens
an meinem gesättigten Herzen vorbei,
du warst hungrig nach vermißten Worten,
die in deiner Seele verstreut hausten,
und Geschwülste zu bilden drohten,
auf deinen Schuhen Risse voll Staub,
verklebte Wege, eingefressen im Leder,
jedes Mal, wenn sie Einlaß begehrten,
deine Silben voll überreifen Schmerzen,
sah ich an den abgetragenen Schuhen
deren größte Qual, Hunger nach Freiheit,
ich fütterte sie, indem ich mein Herz öffnete,
und sie schienen ein wenig zu gesunden,
nur vage erinnere ich mich an dein Gesicht,
deine Stimme, deine sprühenden Wortfunken,
sie lösten sich auf in Eis und Staub der Zeit,
aber deine Schuhe, wie damals sehe ich sie.
Doris Mock-Kamm