
Bild von Alex Demoura auf Pixabay
Reizvolles Gegeneinander driften starker Emotionen
begleiten widerspenstige Gedanken,
die lassen dich unruhig schwanken,
dich fragen, warum sie dich nicht schonen.
Derweil die Welt da draußen an dir vorüberzieht,
weil im Stillstand trauriger Momente
du grübelnd dir sagst: Was für ein Ende,
wo doch ohnehin viel zu viel Leid geschieht.
Da stehst du nun, ahnungsvoll ohne jedwede Hoffnung,
die erst recht dich zögernd schier lähmen will.
Nebenan herrscht ein rauher Ton, sturer Drill,
der soll sie antreiben zu erforderlichem Schwung.
Mal eben Kriegslust ihnen wird empfohlen,
weil gewisse Herrschaften solch Wege befehlen.
Sie nehmen keinerlei Rücksicht auf all die Seelen,
und du schaust auf die Mattscheibe, ganz verstohlen.
Zauderst mit deinem Gewissen, was in dir noch steckt,
weißt zugleich zielsicher die nächsten Schritte:
Schluß damit, nicht schon wieder dulden diese Tritte,
die allzu bekannt, der Rest der Menschheit sonst verreckt.
Nein, jetzt gilt es, entschieden sehr weise zu widersprechen,
bevor noch mehr Leid wie eh und je geschieht.
Drum lautet die Losung ganz simpel: Flieht
ihr Unbesonnenen, sonst müßt ihr mit eurem Leben blechen.
Doch du erwachst schweißgebadet aus diesem Albtraum,
traust deinen Ohren und Augen nicht,
weißt dennoch sofort, was deine Pflicht:
Stoppt dieses bösartige Treiben, jenen Abschaum.
Lotar Martin Kamm