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Der Tag war dunkler
als die schwärzeste Nacht,
kein Ruf erreichte die Sonne
in den Tiefen des Brunnens,
war sie oder gar ich es,
die Schutz suchte
im fallenden Loslassen,
die Halt fand am Luftzug
des Ohrensausens,
flüchtig vergänglicher Ton
mit der leisen Leichtigkeit
einer ewigen Stärke,
die allumarmende Hülle
von samtenen Daunen,
das schwebende Gefühl
aller Ungeborenen
in den warmen Wogen
einer zarten Mütterlichkeit,
kein Streben nach Licht
dich dort begleitet,
nur Dasein, da zu sein,
erleuchtet dein Wesen,
deine Sinne, dein Geist,
in den dunklen Tagen,
schwärzer als jede Nacht.
Doris Mock-Kamm