
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Wann habe ich das letzte Mal,
ich liebe dich gesagt,
so ganz nah bei mir,
fast ich mich berühr‘,
leise habe ich es gehaucht,
kaum vernehmlich
mein Atem die Scheibe trübt,
versehentlich,
verschwommen nehme ich mich wahr,
das Glas nicht mehr unsichtbar,
ich liebe dich,
hab‘ ich gesagt,
wie einfach es klingt
von Mal zu Mal,
verständlich, selbstverständlich,
die Worte fließen langsam,
sammeln sich am Fenster,
rinnend finden sie zusammen
zu Wassertropfen,
Regenbogenperlen funkeln
wie kleine Signale mir entgegen,
ich liebe euch,
und die Worte werden Hauch,
werden Atemtränen,
glitzernde Tropfen fließen
langsam über mein Gesicht,
ich liebe sie,
ich liebe dich,
jedes einzelne Tröpfchen
spiegelt mich.
Doris Mock-Kamm