Kalt die Buchblätter


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Kalt die Blätter des Buches,
fast tiefgefroren, extrem zerbrechlich,
feinstes Glas, gestaubtes Gewebe,
es blätterte sich auf beim Atmen,
Seiten mit filigranen Worten,
kaum gelesen, schon verflüchtigt,
Worte, felsenschwer fürs Herz,
zerknüllten das zarte Papier,
flüsternde Worte, deren Klang
die Seiten sanft zerbröselten,
hart und direkt Worte sein können,
in tausende Fetzen im Nu zerrissen,
dünnes Eis, dahinter dunkle Welt,
lose Worte, eisig, glitzernd hell,
der warme Hauch meines Lebens
läßt der Seiten Worte kurz erblühen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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