
Bild von Nicholas Demetriades auf Pixabay
Weiße Blume steckt im Sand,
winkt zum Abschied unverwandt,
sehe stetig die Blüte nicken,
kann nicht mehr woanders hinblicken,
kann nicht mehr weitergehen,
immerzu muß ich sie ansehen.
Ganz steif schon meine Glieder,
in mir klingen leise Lieder,
rosa, hellorange der Sonnenuntergang,
Tageslicht wandert am Horizont entlang,
färbt den Himmel mintgrün in Samt,
die Blüte von funkelnden Steinchen eingerahmt,
Ich lege das Buch zur Seite,
die Nacht verzichtet auf Weite,
genießt ihre unverzichtbare Nähe,
versinkt in ihrer eigenen Atmosphäre,
vom Mond beleuchtet die weiße Blüte,
nickend ich in mir ihren Frieden behüte.
Doris Mock-Kamm