Geschenk des Herbstmorgens


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Es verbleiben siebzehn Zeilen,
Platz genug für letzte Gedanken,
der Morgen hat den Herbst verschluckt,
Weiß über jede Farbe gespuckt,
gierig war der herbstliche Morgen
nach der letzten Farbenpracht,
ihm erging es ähnlich wie mir,
ich bin gierig nach Wörtern,
um sie auf weißes Papier zu werfen,
nicht um Reinheit zu beflecken
wie langläufig manch Ansicht,
Weiß mit Sprache zu bepflanzen,
Gärten voll Worte zu gestalten,
um in leeren Zeiten zu kosten
was von Gedanken übrigblieb,
eine weiße wärmende Decke
der Morgen dem Herbst geschenkt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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