
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Albtraum oder knallharte Realität?
Steven und ich unterhielten uns am Frühstückstisch im schottischen Aberdeen, wir waren übriggeblieben, während die anderen längst sich verzogen hatten. Erstaunt stellten wir fest, denselben Traum schweißgebadet durchlebt zu haben, das Bild des Atombombenpilzes vor Augen, dessen Bedrohung noch nachhaltig uns Gänsehaut bescherte im Herbst 1976.
46 Jahre später holt jener Albtraum uns längst ein, mögliche Nuklearschläge Putins schwören die kritischste Situation seit 1945 herauf. Was geschieht da vor den Augen einer Weltöffentlichkeit, die fast schon ohnmächtig gen Russland blickt? Haben wir allesamt den Ex-KGB-Agent komplett unterschätzt, den ein Gerhard Schröder als lupenreinen Demokraten tituliert, während eine Sahra Wagenknecht vollmundig meint, man könne mit Wladimir Putin verhandeln? In der Tat, das haben wir!
Nach den Atombombenabwürfen seitens den USA im Jahre 1945 befand sich die Menschheit 17 Jahre später während der Kubakrise folgerichtig nahe eines möglichen Atomkrieges, nach dessen Beilegung letztlich die Sowjetunion taktische Erfolge für sich selbst verbuchen konnte, nachdem die US-Atomraketen aus Italien und der Türkei abgezogen wurden, die USA ihr Sicherheitsgarantien für Kuba zusicherten. Im Anschluß begannen erste Verhandlungen zur Rüstungskontrolle.
Mit dem Angriffskrieg am 24. Februar gen Ukraine hat Putins Russland nunmehr zusammen mit den eilig erwirkten Scheinreferenden der annektierten Gebiete in der Ost-Ukraine sich das sichere Alibi verschafft, bei Kriegsangriffen entsprechend hart zu reagieren, alle zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, was insofern auch taktische Nuklearwaffen beinhaltet.
Doch was sagt uns der T-Online-Artikel? Tatsächlich eine Unsicherheit seitens des US-Westens? Wollen uns die Militärs allen Ernstes durch Medien vorgaukeln, die größte Militärmacht der Welt hätte den „Worst Case“ nicht eingeplant? Mitnichten. Soviel Naivität wäre nicht nur kontraproduktiv, sondern lebensgefährlich. Das Gegenteil wird garantiert der Fall sein!
Als Fazit bedeutet dies, daß wir allesamt mit einem Atomkrieg rechnen sollten. Zumal ganz offensichtlich der Herr Putin eines bestimmt nicht zulassen wird, nämlich zu kapitulieren!
Lotar Martin Kamm
Meine Kristallkugel hat gesagt, Angstlevel runterfahren! Nicht mal Väterchen Stalin oder der rotblonde US-Magnat hat es versucht. Pu ist verrückt, aber nicht dumm. Im Übrigen hassen ihn seine Provinzen allmählich, China sagt „Machma Waffenstillstand, Alter“, und bei allem Gas, das er verbrennt oder anderweitig in die Atmosphäre steigen lässt, wird er als unfähigster Präsident der Welt in die Geschichte eingehen. Ein anständiger Präsident SCHENKT nämlich unverkäufliches Gas seinem VOLK!
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Das sehe ich ganz ähnlich wie du. Von Hause aus bin ich allerdings eher ein Pessimist, deshalb dieser Text, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Mafiosi sind bekanntlich immer unanständig, wieso sollte dies bei Putin sich wohl anders verhalten?
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Kein Despot handelt allein, und beim Pu zu Hause bröckelt langsam aber sicher die Unterstützung. Wir müssen nur aufpassen, dass wir (als EU, als DE, als der Westen) weiter zusammenhalten. Unsere Meinungsfreiheit und unsere vielen Gruppierungen mit ihren jeweiligen Einzelinteressen hat der Pu uns anfangs als Schwäche ausgelegt. Das war ein Fehler seinerseits. Wir müssen aber aufpassen, dass unser Zusammenhalt nicht bröckelt, sonst hat er uns am Kanthaken. Über unsere Medien bekommt er dieses Bild von uns, dass wir uns vor Angst in die Hose machen wegen hoher Preise und Klimawandel. Es mag sein, dass uns das alles nicht gefällt, aber das bedeutet noch lange nicht, dass wir um Verzeihung flehend vor ihm auf die Knie fallen, ihm die Ukraine, das Baltikum sowie unsere ganzen VW-Aktien in einem Geschenkkorb überreichen. Das könnte ihm passen, diesem wichtigtuerischen Hobbyreiter!
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