
https://www.flickr.com/photos/txmx-2/40302743495/sizes/z/ (CC BY-NC-ND 2.0)
Faschisten überdecken das Land
mit moralischem Tand,
bestickt mit Gesetzen des Schweigens,
eigens
erdacht, Freiheit zu unterdrücken,
ihren Herrscherthron nicht zu verrücken.
Mit Gewalt schnüren sie die Tücher,
behandeln Andersdenkende wie Viecher,
unbändige Wut zieht die Tücher immer enger.
Deshalb ihre Angstphantasien werden strenger,
das Leid, das sie durch ihre Furcht erfahren,
wird gemildert durch Menschen auf Leichenbahren.
In und unter Tüchern sind ihnen Menschen lieber.
Diktatoren betören sich nur am eigenen Kaliber,
ihre Wesensart, blind, taub, gefühllos,
im Denken kompromißlos.
Mit Tüchern verstopfen sie ihren Verstand,
als Beweis, ich bin wie ihr, ein trickreicher Vorwand.
Gern Faschisten Geborgenheit versprechen,
in dem sie Sorgen unter Tüchern zusammenrechen.
Ihre Art jedwede Meinungsfreiheit zu entsorgen,
nur noch ihre Befehle darf man borgen,
um rücksichtslos Schandtaten zu überdecken,
in trockenen Tüchern keine Träne kann sich verstecken.
Doris Mock-Kamm