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Ich schau sie mir an, die Wand,
grau, Moos in den Ritzen,
Sonnenstrahlen reflektierend,
rötlich schimmernde Konturen,
Gesichter, die verschwimmen.
Ihre Tränen nicht verwischt,
Tropfenrinnsale auf Wangen,
Lippen, Kinn beglänzt
durch Wasserlichtreflexe, weil
kein Trost den Schmerz trocknet.
Die Wand eine Mauer voll Leid,
sprachverloren jeder Witterung
ausgesetzt, ich sehe ihr Blinzeln,
die Worte ihrer Verletzlichkeit
fließen in meine Augen.
Doris Mock-Kamm