Orwells 1984 in Russland längst gängige Praxis


Schnauze halten, bloß nicht aufmucken

Wann muckt endlich das Volk gegen seinen Despoten auf? Was muß denn noch alles geschehen im größten Land der Erde? Hat nicht Stalin den Russen aufgezeigt, wie simpel dieser das eigene Volk beherrschen darf, nichts aus der Geschichte gelernt, von Moskau bis Wladiwostok? Blicken wir doch mal genauer hin, was Wladimir Putins Staat seinen Mitbewohnern eben nicht gönnt: den freien Willen!

Nicht erst mit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine werden die Menschen in der Russischen Föderation gezielt bewußt verunsichert. Dies wohl reine Absicht, um die eigene Macht ungeschoren auszubauen. Im Prinzip das Rüstzeug aller Despoten. Jeder lebt in seinem Versteck für sich, so der Titel des Artikels der taz von Inna Hartwich über die Willkür in Russland.

Erinnerungen an die Stasi des DDR-Staates keimen auf

Jeder bespitzelt jeden, bloß nicht auffallen und voller Mißtrauen den Alltag bewältigen. Beim Lesen von George Orwells Roman 1984 beschlich bereits den aufmerksam Interessierten ein mulmiges Gefühl über die dortigen Zustände, Assoziationen zur Nachkriegszeit keimten auf, erst recht beim Vergleich mit dem DDR-Regime und dessen Stasi-Methoden.

Wladimir Putin hat dieses Modell nonchalont einfach übernommen, wie die gängige Praxis ganz offensichtlich aufzeigt, folgt man den Zeilen von Inna Hartwich. Was man vielleicht noch als Aprilscherz belächelnd werten mag, entpuppt sich als knallharte Realität. Und das im aufgeklärten 21. Jahrhundert. Geschichtsklitterung sei Dank greift die Propaganda-Maschinerie des Oberoligarchen Putin, der gewissenlos die russische Bevölkerung verunsichert, so die kurze Zusammenfassung dortiger Zustände!

Wann folgt der große Knall, ein Aufbäumen wider das faschistische Russland?

Sie haben richtig gelesen. Ein Despot, der dermaßen unerschrocken das eigene Volk regiert, den muß man einfach als Faschisten bezeichnen. Wenn Medien zensiert, Oppositionelle eingesperrt, umgebracht oder mundtot gemacht, Nachbarstaaten überfallen werden, dann regiert eine Alleinherrschaft, die mit demokratischen Gepflogenheiten nichts mehr gemein hat.

Wieviel Leid muß die russische Bevölkerung noch über sich ergehen lassen, bis sie endlich entprechend reagiert? Formieren sich bereits kleine Terrorzellen, weil kaum ein anderer Ausweg sich bietet? Wie Handeln gegen den Ex-KGB, dem heutigen FSB? Bei soviel Unsicherheit bleibt einer Opposition wohl nichts anderes übrig, als andere Wege zu ersinnen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung 

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