Liegende Treppen


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Golden glänzte der Weg,
geradeaus führten die Schienen
zu irgendeinem Horizont,
bis ich dort ankomme,
wird die Zeit eine andere sein.

Besteck klapperte an den Tischen,
niemand sah die verrußten Töpfe,
die einst wie das Mondlicht glänzten,
Schweißperlen tropfen auf das Hemd,
Latexgefühl auf der Haut.

Jeder Tritt auf den Schwellen
bringt mich schneller voran,
leichtfüßig springe ich auf
der liegenden Treppe,
mein keuchender Atem treibt mich an.

Züge fahren hier schon lange nicht mehr,
keine winkenden Passagiere an den Fenstern,
um mein Lächeln mit ihnen
auf die Reise zu schicken,
ich bin unterwegs, mein Lächeln wiederzufinden.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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