Resignation oder Empörung?


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Wähler müssen sich gezielt entscheiden

Du weißt nur zu genau, daß äußerste Wachsamkeit das Mindeste von dir abverlangt, eben nicht komplett zu resignieren, das Handtuch zu werfen oder schlichtweg den Suizid als letztes Mittel zu wählen. Klingt irgendwie ziemlich schräg, oder? Angesichts einer zunehmenden Verrohung in der Gesellschaft, schier unlösbaren Problemen, einer Politik, die sich schwertut, zumal radikalere Statements zunehmen, selbst von Bürgern, die oftmals sich davor zurückhielten, kann nur noch von einer latent vorhandenen Ohnmacht die Rede sein, die in eine solch depressive Grundstimmung mündet.

Übertriebene Einschätzung oder aber explizit zutreffend? Werfen wir mal einen kurzen Blick zu einem ehemaligen Punkmusiker, wenn er auch selbst stets abstritt, ein solcher zu sein. Für die Musikwelt war er der Inbegriff des Punkmusikers: John Lydon, den meisten als Johnny Rotton viel eher bekannt. Die Sexpistols per God Save The Queen polarisierten halt noch vor über 45 Jahren. Davon kann heute so gar keine Rede mehr sein, wenn die Welt unter Kultur tituliert: „Die Welt ist viel zu weit nach links gerückt“. Verwunderlich? Keinesfalls, denn wenn ein John Lydon Donald Trump öffentlich unterstützt, hat er sich per se zuweit aus dem Fenster gelehnt. Was für eine Farce!

Das Gegenteil trifft viel eher zu! Die Welt verabschiedet sich real von der Errungenschaft der Demokratie, auch wenn innerhalb der westlichen Welt dieses politische Modell noch überwiegend vorherrscht. Mit Blick gen Russland, China, Iran, Saudi-Arabien, Syrien, Ägypten und vielen anderen Staaten, bishin auch zu europäischen, wo Rechtsradikale mit dem Faschismus unverblümt liebäugeln, darf sich der politisch Kritische nicht wundern, daß ihm angst und bange wird.

Hierzulande meinen inzwischen laut Infratest, der Union 29% ihre Stimme geben zu müssen, den Nazis gar 22%, während die Sozialdemokraten mit 16% sich den Grünen (14%) nähern. Was für eine schallende Ohrfeige an das politische System, wobei auch die Medien mit reißerischen Artikeln ihren nicht unwesentlichen Anteil haben. Immer schön die Ampel verunglimpfen, statt mal Roß und Reiter zu benennen! Es war vor allem die Union, die den Klimawandel jahrzehntelang verschlafen und ignoriert hat. Wenn eine Frau Bär von der CSU behauptet, ihre Partei hätte die grüne Politik ins Leben gerufen, dann kann eine solche Unverfrorenheit nicht nur Kopfschütteln und Empörung hervorrrufen. Dies offenbart schlichtweg ihren miesen ignoranten politischen Stil: Immer schön Öl ins Feuer gießen, statt selbst mal konstruktiv sinnvolle Ideen zu entwickeln!

Was bedeutet das eigentlich jetzt?  Resignation oder Empörung? Letzteres! Aufwachen, bevor wir wieder in einer Diktatur verharren, wo der mündige Bürger nichts mehr zu melden hat, irgendwelche Despoten Kriege anzetteln, die ohnehin schon überstrapazierte Mutter Erde gen Apokalypse führen, schneller, effektiver als jemals zuvor! Wollen wir das tasächlich hinnehmen oder riskieren? Nein, kann da nur die Antwort lauten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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