Eine Politik der lauten Töne


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Marktgeschrei statt konstruktive Lösungen

Mit Blick zur Menschheitsgeschichte hat sich stets auch das politische Geschehen geändert, unabhängig von Eroberungen, Kriegen, Katastrophen und Fehleinschätzungen, die allesamt für sehr viel Leid sorgten. Insofern gab es wohl kaum Gewinner, sondern viel eher Verlierer. Im alten Rom sorgten Brot und Spiele für entsprechende Ablenkung, um das Volk stillzuhalten. Heutzutage erledigt dies sowohl der Fernseher als auch das Internet. Lerneffekt gleich Null?

Was zeichnet wohl den mündigen Bürger aus, der weiterhin sich viel eher rar macht, obwohl Immanuel Kant ihn so gern aktiv miterlebt hätte? Trägheit, Politikverdrossenheit, desillusioniertes Verhalten wider den Verstand? Eine schier ignorierende Geschichte trotz all unseres Wissens, irgendwelchen Verschwörungsmythen hinterherhechelnd? Dramatische Umkehrung logischer Konsequenz, um im Fatalismus zu verharren, unfähig Fakenews von realen Begebenheiten zu unterscheiden? Ein trauriges Fazit, vor allem hoch gefährlich im Sinne unserer Freiheit, die dabei flöten geht!

Hierzulande tönt eine AfD, gestärkt hervorgegangen aus minderbemittelten Parteien und rechtsradikalen Strömungen, die zuvor ein Schattendasein fristeten. Schon plärren gewisse Herren der Union ins selbe Horn, nutzen die gleichen Parolen wie jene Nazischergen, üben sich in platten Phrasen, unverhohlen, weil’s so schrecklich simpel funktioniert, der trägen Masse damit zu imponieren. Gewisse Medien nutzen dies gleichwohl, um selbst Gewinne damit einzufahren. Kurt Tucholsky hätte ohne weiteres sich erneut umgebracht angesichts solcher Entwicklungen mitten in Europa, ausgerechnet in Deutschland.

Da erfreuen sich jene angeblich konservativen Medien, die Ampel madig zu machen, erhoffen sich ein Stück vom faschistischen Kuchen, der überall angepriesen, während Scholz und Co. nahezu stumm verharren. Was sollen sie auch dem entgegensetzen, außer an ihrer Politik festzuhalten? Unkenrufen zum Trotz verbleiben jene Prognosen, was dann passieren würde, sollte sonntags gewählt werden. Eine wiederauferstandene Union und diese Nazis mit großer Mehrheit. Was noch direkt nach dem 2. Weltkrieg nie wieder geschehen sollte, fast achtzig Jahre später möglicher denn je?

Viel Marktgeschrei statt konstruktive Lösungen besonders von einer Opposition, die schon bald hierzulande politisch wieder ran darf. Möge uns das explizit erspart bleiben, 40 Jahre Union war alles andere als gute Politik. Zusammen mit den Nazis bedeutet dies Totalversagen, auch wenn Herr Merz seine Brandmauer beschwört. Sie fällt in sich zusammen, wenn Schwarz-Grün auf Bundesebene eben nicht stattfindet! Auch eine Sahra Wagenknecht kann’s mitnichten richten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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