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Wer entscheidet über dein und mein,
der Vater unser, fast allgemein
wird angenommen,
wenn Geschichten verschwommen
neu in Szene gesetzt,
ein Herrscher, ein Gesetz.
Alle Untertanen
fuchteln mit Fahnen
jedes Staubkorn aus seinem Weg,
er läuft übers Wasser, nicht übern Steg,
denn alles an ihm und um ihn ist heilig,
Mensch, wie immer, hat es eilig
an vorderster Stelle, ihm Gunst zu erweisen,
opfert ihm seine Kinder als Waisen,
sein Lohn ein Orden, eine Gedenktafel
mit tapfer, ruhmreich Geschwafel,
der Vater unser ist für gerechtes Teilen,
er Reichtum, dein Name unter endlosen Zeilen.
Doris Mock-Kamm