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Abschiednahme ewiglicher Rücksicht
Was haben wir, besonders unsere Generation, gegen die Nato, jene kriegerische USA, das Wettrüsten demonstriert, uns politisch positioniert, doch ja den Frieden zu bewahren. Wahrlich, ein hehres Ziel, welches spätestens seit dem 24. Februar 2022 keinerlei Gültigkeit mehr haben kann. Im Grunde genommen schon wesentlich früher, wer sich die historische Abfolge jenes russischen Despoten betrachtet.
Insofern Schluß mit lustig und ewiglicher Rücksicht, auch wenn diplomatische Kanäle und Wege weiterhin stets angeboten werden sollten, so wissen wir doch mit ziemlich nachvollziehbarer Sicherheit, wie jenem Herr Putin paroli geboten werden muß. Eben nicht mittels zweifelnder Rücksichtnahme, sondern lediglich mit deutlicher Härte. Das jüngste 32. Nato-Mitglied reagiert weise und zielorientiert: Schweden positioniert sich zu möglicher Atomwaffenstationierung. Richtig so!
Europa muß deutliche Signale gen Moskau senden, sofort reagieren zu können, wenn die russischen Herren mal wieder mit einem Atomkrieg drohen. Das hat natürlich Konsequenzen, mit dem Erstschlag der Russen folgt die entsprechende Antwort, Petersburg und Moskau wären Minuten später pulverisiert, unabhängig davon, wie dramatisch die Zerstörung seitens russischer Atombomben. Ein Szenario, welches wir uns alle lieber nicht vorstellen wollen, dennoch rückt es leider in den Fokus einer neuen Realität, die mal wieder aufzeigt, wie simpel, unverantwortlich menschenverachtend Despoten schlichtweg sind. Nicht nur ein Herr Putin, sondern gleichwohl ein Kim Jong-un sowie ein Xi Jinping sind mit derselben Skepsis zu beobachten.
Und bei den Amis wegschauen, fragen sich all jene wie z.B. das BSW, von Vernunft und Gerechtigkeit, welches jene politische Gruppierung gern für sich in Anspruch nimmt, kann dabei so gar keine Rede sein. Amis wollen wenigstens den demokratischen Willen im Rahmen des Völkerrechts gesichert wissen, ein Verteidigungsbündnis wie die Nato garantiert dabei gegenseitigen Schutz. Die zitierten Despoten dagegen haben nur eines im Sinn, nämlich die Zerstörung von Demokratien bishin zu imperialistischem Vorgehen wie Russland, das Völkerrecht mißachtend. China will Taiwan per Waffengewalt erobern, während Nordkorea nicht davor zurückschreckt, mit seinen wenigen Atomwaffen die USA angreifen zu wollen. So what?!
Von Friedensbemühungen keinerlei Spur, das muß man leider konstatieren. Das gehört wohl der Vergangenheit an, zumindest aus Sicht jener genannten Despoten. Gleichzeitig nimmt die Zahl von Autokratien zu, mit Blick gen Iran, Ägypten, Ungarn, Argentinien, Syrien, Belarus, um nur mal jene zu erwähnen. Eine friedliebende westliche Demokratielandschaft tut sehr gut daran, solche Entwicklungen scharf zu beobachten. Hinzu kommt die Wahrscheinlichkeit, daß mit einem Herrn Trump die USA gleichwohl autokratisch sich schneller entwickeln werden, als uns allen lieb sein wird. Ein dramatisch grauenvoller Gedanke.
Lotar Martin Kamm