Mein Freund


Image by PublicDomainPictures from Pixabay

Er stand schon da,
rauchend,
seine Erscheinung glänzend,
trotz des Qualms, der ihn umgab.
Stolz wie ein König
hoch zu Roß
sah ich ihn
zwischen den Menschen,
die mit Tränen in den Augen
sich küßten oder
sich umarmten, damit
keiner ihre Trauer sah.

Weit bin ich gelaufen,
in Tasche und Rucksack
nur das Nötigste,
habe den Abschied
bereits hinter mir gelassen,
ich gehe auf dich zu,
tauche ein in deinen Rauch
ein letztes Mal,
bevor du schnaufend in die Ferne fährst,
ich bleib noch,
schließlich bin ich erst drei,
bis morgen um die gleiche Zeit.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Dieser Beitrag wurde unter Gedichte abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..