Nicht MAGA, sondern MTGF
„Ach, wie gut, daß niemand weiß, daß Trump auf jedes Stielzchen scheißt“, so der politische Kompaß dieses 47. US-Präsidenten. Weder kommt er, noch möchte er sehen, sondern vielmehr siegen, das Ganze ausschließlich für sich selbst und seine Nächsten. MAGA insofern eine vorgeschobene Mär, vielmehr lautet es MTGF, Make Trump Great Forever!
Seit gesterm genau 114 Tage im Amt muß die Welt sich komplett neu orientieren mit diesem unberechenbar, psychopathischen Egoisten, dessen Anhänger in ihm den Heiland sehen, während er despotengleich aus der größten Demokratie und dem Land der höchsten Immigrantendichte seinen eigenen Staat mit aller Macht gestalten will, mit freundlicher Unterstützung etlicher Tech- und andere Milliardäre. Europa, Russland und China mögen sich doch nonchalant ihm unterordnen, so dessen Vorstellung. Basta.
Business like always
Besser gesagt, like usual. Trump löst Aufruhr auf, wie Florian Harms heute für T-Online zum Besten gibt. Dabei fragt er sich tatsächlich, ob die neue deutsche Regierung dem etwas entgegensetzen kann. Natürlich nicht allein, aber wenn Europa endlich mal geschlossener agiert, hat es sehr wohl etliche Optionen, um diesem unfähigen US-Präsidenten dessen Politik madig zu machen. Oder auch nicht. Wir sollten niemals die wirtschaftlichen, globalen Verflechtungen außer acht lassen. Der Reichtum der Reichen läßt sich nunmal ungern in die Karten schauen.
Keinesfalls zufällig hofiert Don Trumpeltier Despot Wladimir, das hat seine gezielte Richtigkeit. Wer weiß so genau, inwieweit Putin Trump manipuliert, ihn gar unter Druck setzen kann aufgrund vergangener Missetaten. Letztlich setzt sich für alle Business like usual durch, was immer schon den wirklich Reichen nützlich war. Solange das einfache Volk willenlos mitspielt, eine denkbar gute Option, die vortrefflich funktioniert!
Wie lange mag das gutgehen?
Im Grunde genommen hat die US-amerikanische Bevölkerung es in der Hand, jenen US-Präsidenten in dessen Schranken zu weisen. Leichter gesagt, als getan. Dessen Macht mag groß und vor allem vorteilhaft sein, aber mitnichten grenzenlos, es sei denn, alle halten weiterhin still. Insofern Widerstand ein unbedingter Weg, der alles andere als leicht sein wird. Warnende Stimmen gab es sowohl in der ersten als auch der zweiten Trump-Wahl. Doch es nützte nichts, da zuviele ihm trauten wider aller Argumente, die ziemlich offensichtlich ihn entlarven.
Lotar Martin Kamm
