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Keine Zeit mehr für Optimismus
Alles nur übertriebene Angst, schier Pessimismus oder etwa doch berechtigte Sorge angesichts weltweit polititscher Entwicklungen, die man einerseits ignorieren, andererseits akribisch beobachten, analysieren und werten kann? Egal, wie wir es drehen und wenden, die Realität holt all jene ein, die schlicht wegschauen, meinen, Mensch werde schon entsprechend aufpassen. Am Ende obsiegen Mächte, die nichts mit humanistisch funktionierenden Demokratien gemein haben, sondern viel eher mit Autokratien, ein zurück zum Faschismus.
Die USA zerfallen in Bedeutungslosigkeit mit diesem narzistisch, psychopathischen Präsidenten und seinen Jüngern im Hintergrund, obendrein äffen etliche europäische Staaten diesen Trumpismus nach, u.a. Politiker der Union, des BSW und erst recht der Nazis. Rechtsradikale, rassistische und nationalistische Denkmuster wieder in Köpfen verblendeter Wesen, vor allem Ungebildete heften sich deren Phrasen ans Revers, während simpler Haß bei gleichzeitiger Abschaffung einer freien Presse und mithilfe des Internets in Sozialen Medien sich austoben darf, weil man sie gewähren läßt. Eine Wiederholung historischer Fehler wie vor hundert Jahren!
Anstatt beherzt politisch jener Entwicklung entgegen zu treten, hüllt man sich im Mantel des Schweigens. Da locken halt gute Verdienste, vor allem korrupte Machenschaften, willkommene Ablenkung, statt dem Volk real zu dienen. Die Macht der Geldflüsse diktiert jene Verrohung, aus der Despoten hervorgehen. Zerstörung und Kriege sowie eine resultierende Armut die Folge. Doch wer schweigt, macht sich tatsächlich mitschuldig.
Insofern dürfen wir nicht von Panikmache, Hysterie oder Pessismus reden. Vielmehr nüchtern betrachtet von einem scharfsinnigen Aufschrei, Menschheit befindet sich erneut am Scheideweg, unabhängig von den Gefahren des Klimawandels, der Umweltzerstöung und des Artensterbens. Sie ist dabei, ihr höchstes Gut zu opfern, die Menschenrechte selbst, wenn sie Despoten weltweit nicht verhindert. Das ist das Gebot der Stunde im Hier und Jetzt!
Trump verhöhnt die UNO, die WHO, Demokratien, Wissenschaftler, Künstler und all jene, die sich ihm gegenüber kritisch äußern. Der US-Präsident, der die größte Macht der größten Streitmacht der Welt hat und somit nutzt. Solange die Weltpolitik ihn gewähren läßt, fühlen sich andere Autokraten berufen, ihren Kurs fortzusetzen.
„Wenn du entdeckst, daß du ein totes Pferd reitest, steig ab!“, sagten die Dakota-Indianer. Daran sollten wir uns alle ausnahmslos halten.
Lotar Martin Kamm