
https://www.flickr.com/photos/president_of_ukraine/54193584529/sizes/z/ (CC0 1.0 Universell)
Weil Merz bringt die Nazis wieder auf Trab
Ja, mei, wat is des schee, es tut scho lang net mehr weh, die Union schadet sich selbst und erst recht mit der SPD. Nein, mal Hand aufs Herz, so janz ohne Schmerz, erneut versemmelt von jenem Merz. Erst hat er mit dessen Stadtbildgeschwätz gesorgt für bundesdeutsche Hetz, Migranten stören allenthalben, dat wußten schon sämtliche Nazifalben, nunmehr schießt er gen Wadepfuhl, oh, weih, wie hohl.
Nachdem die Talibanflagge in Berlin unerschrocken wehen kann, ist nunmehr Syriens Präsident al-Sharaa mal dran, um mit diesem über Abschiebungen zu plauschen. Was fürn schräges Politrauschen! Mit Merz ham die Nazis im Land wieder allerlei Mögliches in der Hand, welch Schand. Obendrein ätzt im Hintergrund jener Spahn wie ein Höllenhund: „Wir werden nicht gemeinsam sterben mit denen“, gemeint sind alle SPDler, die großen und die kleenen. Was jene KleinKo angeblich Tolles liefern soll nach all dem vorherig inszenierten Ampelgroll, fragt sich der mündige Wähler mit langem Gesicht, von Wahlbetrug zurecht er spricht.
Wo soll dies alles wohl enden, Deutschland vergißt offensichtlich seine gestandenen Legenden. Mit Merz‘ Gurkentruppe erleben wir mitnichten ein positives Gewuppe. Ganz im Gegenteil, alles andere als affengeil. Habeck hatte es doch zurecht vorhergesagt, doch wer nicht fragt und nichts wagt, dem folgen ewiglich dumme Wähler lieber erneut angeblicher Wirtschaftskompetenz, die Union bequemt sich auf altbackenen, bekannt faulen Lenz. Zurück zur fossilen Zeit, man sei mitnichten bereit, den Klimaschatz ernst zu nehmen. Wie in den USA dieselben unbequemen Themen.
Trumpismus scheint och die Union sich auf deren Fahnen zu schreiben, sie werden es links-grün Versifften schon zeigen, wohin steuert der neue bundesdeutsche Reigen. Welch fataler Irrtum, nur zu dumm, daß Kunst und Wissenschaft es stets rafft mit all ihrer kreativ-cleveren Kraft, die politschen Fehler klar zu benennen. Da helfen weder tröges verlogenes Bekennen, erst recht kein Zusammenschluß mit jener braun-blauen Nazihorde, sondern vielmehr deutlich klare Worte.
Genügend kritische Stimmen halten noch still, ihr Schweigen verhallt die Tage merkwürdig schrill. Höchste Zeit, daß sich mehr Menschen zusammentun und nicht eher ruhn, bis Merz und Konsorten verbannt an anderen Orten. Verpassen wir jene letzten Chancen, erleben wir ganz schrecklich andere Avancen. Die sollte sich nicht nur Deutschland ersparen, bevor das Land versenkt den demokratischen Karren.
Lotar Martin Kamm