Viele Stunden


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Ich fuhr in die Stadt,
und ich schlief,
unruhig,
es blinkten Lichter,
erhellten kurz
die Straßen,
für Momente
Helligkeit
von trüben Tagen,
für Momente
kalte Sonnen
in den Fenstern
der Hausfassaden.

Ich fuhr in die Stadt,
und ich schlief,
unruhig,
es roch nach
Schweiß in den Betten,
Urin glänzte
auf dem Gehweg,
Erbrochenes
erzählte vom Hunger,
für Momente
kalte Herzen
loderten in den Gassen
der Vergessenen.

Ich fuhr in die Stadt,
und ich schlief,
unruhig,
die Wirklichkeit
erschien traumhaft,
ich weiß nicht mehr,
viele Stunden
ertranken im Nebel,
verloren im Dickicht,
für Momente
bauten sie Burgen, Schlösser,
Wehranlagen und Grenzen,
um sich aus dem Weg zu gehen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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