Nestlose Geburt und Heimatlos Dasein


Nestlose Geburt entstand im Jahr 1995, wir wurden drei Jahre zuvor Besitzer dieses Hauses in Raubach, im Vorgarten befand sich eine kleine Fichte, die mir sofort gar nicht gefiel angesichts der Tatsache, daß zuviele davon bereits im Westerwald wuchsen. Doch ihr kleiner Stamm sollte mir dienen, die Skulptur zu stützen. Das Fichten-Ei befand sich im Müll des Schloßtheaters Neuwied, welches ein Maler-Kollege mir schenkte. Selbst aufgewachsen in desolaten familiären Verhältnissen, prägten mich davon, waren die Initialisierung für den Titel. Ein Schlosser-Freund schweißte den Stahlschnabel.

Neun Jahre später hat der Schaden am Fichten-Ei überhandgenommen, es war verfault. Eine Lösung mußte her. Die Idee zur Weiterentwicklung der Folge-Skulptur Heimatlos Dasein war letztendlich für mich schlüssig. Das Holz der Libanesischen Zeder, welches ich vor dem Kleinen Theater Bad Godesberg ergattern konnte, sollte als Sockel dienen, so daß ich leichten Herzens den ebenso verfaulten Fichtenstamm entfernte, als Vogel, der nunmehr geschlüpft, dient Pflaumenholz. Die Skulptur installierte ich an derselben Stelle. Mit dem Umzug nach Waldbröl hat sie jetzt ihren Platz dort gefunden.

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