Räume ohne Grenzen


https://pixabay.com/de/wenig-m%C3%A4dchen-kind-kinder-person-731332/

Zertrampelt die Flächen,
auf denen vor kurzem ich gesessen,
es ist schon etwas länger her,
mir ist´s, als wenn´s vorhin
gewesen wär.

Umgegraben die Wiesen,
auf denen Sommerblumen blühten,
gesammelt als Strauß
der Mutter geschenkt,
wir lebten in einem alten Haus.

Abgesägt die Bäume,
auf denen hoch oben ich saß,
nur dort flüsterte der Wind
tröstende Verse mir zu,
Labsal für das erwachende Kind.

Zerstört die Räume,
durch die ich manch Runden drehte,
keine Türen, Fenster, kein Dach.
Seh ich deshalb die alten Wege so klar,
als schrieb ich dies eine Minute danach?

Nafia

Kategorie: Gedichte

Dieser Beitrag wurde unter Gedichte abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..