Bröckelnde Mauern


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In den verwinkelten Gassen des Schicksals
gibt es ab und an niedrige Mauerreste,
die die Fläche des Himmels vergrößern,
es ermöglichen, an manchen Stellen
überwucherte Gärten zu betrachten.

Ein erhabenes Gefühl der Weite,
als absolute Vollkommenheit
erscheinen die verwilderten Irrwege,
meine Lippen formen einen Kußmund,
die Nasenlöcher blähen sich auf.

Durch die Ohren säuselt eine Ruhe,
ein rauschender Wind der Stille,
der mich hineinzieht in eine Muschel,
auf der Brust die ganze Last der Welt,
in eine Enge versunken, ohne Macht.

Es gleicht einem Bildnis des Erwachens,
gemalt aus den Quellen des Erinnerns,
ein Strudel ergreift Geist und Seele,
der mich über den Boden schwebend
hineinzieht in den Verlauf meiner Welt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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