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Tritt mir nicht in die Ferse,
lauf mir nicht hinterher,
deine süffisanten Verse
will ich nicht hören, also stör‘
mich nicht weiter,
such‘ woanders ein Völkchen,
nimm deine Himmelsleiter,
mal weiße Wölkchen,
bekleb‘ Bäume mit Herzchen,
anstatt mir in die Haxen zu treten,
deine Lyrik ist ein großes Schmerzchen,
geh mit deinen Sprüchen flöten,
deine schnulzigen Gedichte
als Kind ich schon fürchtete,
trampeln alles zunichte,
wovor ich zeitlebens flüchtete,
ewige Liebe, rettender Prinz ein Held,
vorbestimmt, das Gute stets wird siegen,
armes Mädchen um Hand anhält,
Märchenmuster, um Frauen klein zu kriegen.
Doris Mock-Kamm