Der Misthaufen


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Immer an Mutters Hand
zum Einkaufen, kein Einwand,
bis zu Krügers Misthaufen
bin ich artig mitgelaufen.

Beeindruckend empfand ich ihn,
schon von weitem roch es nach Urin,
kleine Dunstwölkchen stiegen auf,
oft auf dem Gehweg lag Mist drauf.

Geradezu magisch fühlte es sich an,
wenn an den Schuhen Mist klebte dran,
wer immer die Schritte genau bemaß,
so daß ich keine andere Wahl besaß,

als mitten auf die Kuhscheiße zu treten,
für den könnt‘ ich heut‘ noch beten.
Mutters Zorn in ihrem Gesicht
galt nie mir, nur dem dampfenden Mist.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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