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Gleichgültigkeit zieht ihre Bahnen
im Stimmengewirr chaotischer Aufregung,
sie zu halten der Sinn.
Ungeahnt kriegsgeil all diese Fahnen,
Friedliebende gehen, Haß erneut auf dem Sprung.
Nur, wo führt der wohl hin?
Mensch lernt kaum aus seinen Schwächen,
eine Obrigkeit stets gewähren zu lassen,
die arglos Ausbeutung anwendet.
Obwohl sich bald schon Massen rächen,
kaum jemand mehr sicher auf den Straßen,
mal wieder man Soldaten sendet.
Kriegsgeheul läßt Friedenszeiten verschwinden,
die schon viel zu lang anhielten
in den Augen selbstgefälliger Wesen.
Sie mochten obsiegen, sich bösartig winden,
dabei sie nonstop auf ihre Gewinne schielten,
erst recht danach, als ob nie etwas gewesen.
Mensch, siehst du das simple Muster nicht,
welches fortwährend dich unterdrückt?
Keineswegs die Liebe sich ausbreiten kann,
niemand mehr da, der genau das anficht?
Manch Beherzter völlig verrückt
blickt resignierend weg. Welch grausamer Bann!
Mutter Erde schaut erstaunt, was da alles geschieht,
mag kaum mehr sich wirklich erholen
von unglaublicher Zerstörungswut.
Am Ende Humanismus von dannen zieht,
geschwächt ob all der vernichtenden Kapriolen.
Und die Letzten betrachten des Sonnes Feuerglut.
Lotar Martin Kamm