Hinter Mauern


https://pixabay.com/de/photos/friedhof-flechten-613721/

Bild von profoxjase0 auf Pixabay

Am Daumen lutschend stand sie da,
wie hoch doch diese Mauer war,
am Dorfrand, eingezäunt ein weites Feld,
nur durch ein Tor ihr Blick nach innen fällt.

Am Daumen lutschend stand sie da,
wie hoch doch diese Mauer war,
auf dem Hügel nahe dem Wald,
ein Eisengitter, sommers wie winters kalt.

Daumen drehend stand sie da,
hinter der Mauer Grab an Grab war,
Blumen schmücken das letzte Zuhause,
die warmen Steine laden ein zur Pause.

Daumen drehend stand sie da,
hinter der Mauer Grab an Grab war,
geordnete Büsche verdammt zur Stille,
im Gutshaus herrscht kein freier Wille.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Dieser Beitrag wurde unter Gedichte abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..