
Bild von Tobias C. Wahl auf Pixabay
Sie lehnt sich gern zurück
auf ihr zerschlissenes Polster,
abgewetzt von allen alten Tagen,
in denen Leid sich zugetragen,
ihr Schmerz zugefügt wurde,
beleidigt sie deshalb tapfer bereit
ihr gequältes Ich drauf zu betten,
zu genießen ihre fadenscheinige Not,
dahinter kann sie sich gut verstecken,
für anderes Leben nicht erreichbar,
für diese Ruhe ist sie dankbar,
sie meint, es sei zu ihrem Schutz,
dies Horten von Leid bei Leid,
obwohl sie längst sicher weiß,
sie damit ihr Dasein selbst abnutzt.
Doris Mock-Kamm