Ruß verschmiert der Himmel


https://pixabay.com/de/photos/architektur-alt-reise-geb%c3%a4ude-3052488/

Bild von Gerhard Bögner auf Pixabay

Ich laß mich schweben,
richtig gehört,
ich schwebe nicht,
ich laß mich schweben
zu der Kirsche Baum.
Dort ganz oben
auf dem einsamen
höchsten Blatt
schaue ich zu der Spitze
des Turms der Uhr.
Die Zeit bimmelt
aus ihm, damit alle
zu seiner Größe aufseh’n,
dahinter, dahinter,
da hinten raucht’s.
Qualm steigt
in den Himmel,
Ruß verschmiert
mit seinem Grau,
den Blick fürs Weite.
Die Glocke schellt,
der Turm erzittert,
es ist wieder Zeit,
zu bewundern
ihren Klang.
Ich laß mich treiben,
ich treibe nicht,
ich laß mich treiben
mit dieser verruchten Melodie,
auf Wellen strömender Tränen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Dieser Beitrag wurde unter Gedichte abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..