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RWE und Uniper wollen Energiekonzern Woodside mitfinanzieren
Während im Deutschen Bundestag die Ampelregierung sich besonders zum Klimaschutz ins Zeug legt, haben die Konzerne RWE und Uniper keine Skrupel, um mit dem australischen Energiekonzern Woodside deren Offshore-Gasförderung 300 Kilometer vor der Küste Westaustraliens finanziell zu unterstützen.
Greenpeace demonstriert vor dem RWE-Kraftwerk in Lingen mit einer Wal-Projektion und der Aufforderung: „Raubbau stoppen, Wale schützen #RWExit“. Erneut offenbaren solche Konzerne ihr wahres Gesicht. Es geht ihnen keinesfalls um die Bewahrung unserer Umwelt, sondern einzig und allein darum, möglichst ihre Profite zu steigern.
Erschließung eines Erdgasfeldes trotz erheblicher Bedenken
Was nutzen gut formulierte Argumente, die sogar äußerst effektiv die Schäden beschreiben, die solche Bauvorhaben wie die Erschließung des Erdgasfeldes im Meer vor Australiens Westküste verursachen, nämlich die Zerstörung des Lebensraums sowie der Migrationspfade von Walen als auch etlichen anderen Arten, obendrein letztendlich ziemlich klimaschädlich sind, wenn am Ende jene Konzerne sich durchsetzten?!
Die Zusammenhänge zwischen einer gefährdeten Walpopulation durch solche Projekte und die Gesundheit der Meere, die wiederum entscheidend den Klimawandel beeinflussen, werden schlichtweg einfach ignoriert, schließlich prägen und erhalten Wale das Klima und die marinen Ökosysteme durch die Nährstoffe, die sie recyceln, und durch die Blüte des klimakühlenden Phytoplanktons, welche sie hervorbringen.
Schätzings Schwarm war gestern
Heute machen jene neuzeitlichen Raubritter auf ihre Weise Kasse, egal was Politiker beraten, einwenden oder beschließen, schließlich gibt es ohnehin genügend Schlupflöcher, um sich zu bereichern, alldieweil andere Politiker wie in Australien nicht so genau hinschauen wie die derzeitige deutsche Regierung.
Während in Frank Schätzings Roman Der Schwarm die Meereswelt sich eindrucksvoll zur Wehr setzt, scheint in der realen Welt die Menschheit fleißig ihren Raubbau wider die Natur einfach fortzusetzen, egal ob dabei auch die eigene Spezies am Ende zugrunde geht. Schließlich hat Umwelt- und Naturschutz bisher keine nachhaltige Bedeutung angesichts der Tatsache, daß Überreichtum nach wie vor den Lauf der Politik bestimmt.
Lotar Martin Kamm