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Keine Vorhänge haben sie
vor der Dunkelheit geschützt,
die schweigend jeden Tag
ihrem Leben zusieht.
Im ersten und letzten Licht
fühlen sie sich geborgen
in der Nähe des anderen,
bis die Schwärze lauscht.
Dann tasten sie durch Nichts,
fühlen Atem, Wärme, das mit Tränen
geformte Gesicht, das verschwimmt
im Schatten dieser leeren Zeit.
Die Düsternis in Stille wartet
auf den Erfolg der Einsamkeit,
die sich schleichend nähert,
je länger ihr Dunkel weilt.
An ihren Fenstern flattern
keine Gardinen, um Gespenster
fernzuhalten, in ihren Seelen
flattern Gedanken zum anderen,
überbringen spürbare Botschaften,
die das unbeschriebene Dasein
alleine dadurch verbindet,
nicht sichtbar zu sein.
Doris Mock-Kamm